
Es gebe inzwischen einen Druck und eine Dynamik in die Politik hinein, wodurch neue Kooperationen bei Rüstungsvorhaben entstanden seien, sagte die FDP-Politikerin am Abend beim Kölner Forum Journalismuskritik, einer Diskussionsveranstaltung des Deutschlandfunks. Die Europäer seien stärker, als sie sich häufig einschätzten, betonte sie. Der Journalist und Pioneer-Gründer Gabor Steingart fand, Trump sei für sein Land eine Gefahr, aber für die Europäer eine Riesenchance zur Selbstfindung. Der Investigativjournalist Günter Wallraff bescheinigte Trump eine Mischung aus Infantilismus und Größenwahn. Auch er meinte jedoch, in Europa sei nach dem "Kuschelkurs" nun eine gemeinsame Abwehrhaltung erkennbar. Parteiübergreifend werde versucht, Trump Einhalt zu gebieten, etwa in Sachen Grönland. Die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan verwies auf die USA selbst. Die freiheitliche Demokratie sei dort noch nicht am Ende. Es gebe nach wie vor eine starke Zivilgesellschaft sowie Gerichte und Unternehmen, die sich nicht korrumpieren ließen, hob Schwan hervor.
Das von Deutschlandfunk-Chefredakteurin Birgit Wentzien moderierte Gespräch können Sie heute um 19:15 Uhr im Deutschlandfunk in der Sendung "Zur Diskussion" hören.
Diese Nachricht wurde am 21.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
