
Eine Person sei im Südwesten der Hauptstadt Beirut ums Leben gekommen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Zudem gab es im Osten des Libanon zwei weitere Opfer. Von Seiten der israelischen Armee hieß es, sie habe ein Mitglied der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz ins Visier genommen. Diese wiederum erklärte, sie habe wieder mehrere Raketensalven auf Israel abgefeuert. Dabei soll es zahlreiche Verletzte gegeben haben.
Grünen-Politikerin Kaddor befürchtet für den Libanon ähnliche Zustände wie in Gaza
Die Grünen-Politikerin Lamya Kaddor sieht die Gefahr, dass Teile des Libanons bald ähnlich zerstört sein könnten wie Gaza. Kaddor sagte im Deutschlandfunk, der Libanon sei schon länger kurz davor zu implodieren. Die Hisbollah habe das Land über Jahrzehnte destabilisiert. Die Terrormilz sei der Staat im Staate. Besonders seit den israelischen Angriffen infolge des 7. Oktobers 2023 sei der Libanon enorm geschwächt. Hinzu komme die seit Jahren andauernde Wirtschafts- und Staatskrise, betonte Kaddor. Das alles zusammen habe Potenzial für ähnliche Zustände wie in Gaza. Kaddor ist Mitglied der Parlamentariergruppe arabischsprachiger Staaten des Nahen und Mittleren Ostens.
Welthungerhilfe: Not im Libanon ist groß
Die Welthungerhilfe kündigte unterdessen an, ihre Einsätze im Libanon ausweiten. Die Organisation versorgt laut ihrer Programmdirektorin Bettina Iseli im Libanon etwa 15.000 Haushalte. Das reiche bei Weitem aber nicht aus. Um mehr leisten zu können, sei man auf die Unterstützung und Solidarität von Menschen mit ihren Spenden angewiesen, sagte Iseli im Deutschlandfunk. Viele Menschen hätten innerhalb von Minuten ihre Häuser verlassen müssen mit dem, was sie gerade noch so zusammenraufen konnten, so Iseli. Sie hätten alles zurückgelassen und bräuchten dringend einen Platz zum Schlafen.
Weitere Informationen:
Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
