
Die Entscheidung wurde mit einer akuten Zuspitzung der Sicherheitslage im Libanon begründet. In der Hauptstadt Beirut drohten Angriffe, über 50.000 Menschen seien bereits auf der Flucht. Alabali Radovan rief die israelische Regierung und die Hisbollah-Miliz auf, zu deeskalieren, damit ein echter Waffenstillstand möglich werde. Die Ministerin wollte sich eigentlich vor Ort ein Bild von der Situation der Binnenflüchtlinge im Land machen.
Israels Ministerpräsident Netanjahu hatte die Armee angewiesen, auch Ziele in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut anzugreifen. Die Angriffe richten sich demnach gegen die militant-islamistische Hisbollah, die Israel immer wieder attackiert. Die israelische Armee war in den vergangenen Tagen im Süden des Nachbarlandes weiter nach Norden vorgerückt. Zuletzt brachte sie die strategisch wichtige Kreuzfahrerburg "Beaufort" unter ihre Kontrolle.
Seit Anfang März wurden nach libanesischen Angaben bei israelischen Angriffen als 2.000 Menschen getötet; mehr als eine Million Menschen wurden vertrieben.
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Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



