Rüstungsprojekt FCAS
Macron für Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Deutschland

Der französische Präsident Macron hat die Pläne für das gemeinsame Luftkampfsystem FCAS mit Deutschland bekräftigt. Beim Besuch des KI-Gipfels in Neu-Delhi sagte Macron, es habe zwar Reibungen zwischen den Industriepartnern gegeben, diese sollten aber nicht die Strategie der beteiligten Länder bestimmen.

    Ein Modell des geplanten deutsch-französischen Kampfflugzeuges
    Das Luftkampfsystem FCAS existiert bisher nur in Entwürfen. (picture alliance / dpa / MAXPPP / Sadak Souici / Le Pictorium)
    Macron schloss nicht aus, dass es aus strategischer Sicht sinnvoll sein könnte, mehrere Flugzeugtypen zu bauen. Dies hatte bereits der an dem Projekt beteiligte Airbus-Konzern ins Gespräch gebracht. Bisher war der Bau eines Kampfjets geplant, der den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und den französischen Rafale-Jet ablöst.
    Gestern hatte Bundeskanzler Merz das gemeinsame Projekt erstmals offen in Frage gestellt und auf die unterschiedlichen Anforderungen in Frankreich und Deutschland an ein Kampfflugzeug der neuen Generation verwiesen. Zudem gibt es Spannungen zwischen den beteiligten Unternehmen Airbus und Dassault, die das Projekt seit Monaten verzögern. 
    Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.