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StartseiteNachrichten vertieftJungfernflug der "Orion" erfolgreich05.12.2014

Mars-MissionJungfernflug der "Orion" erfolgreich

Der Mars liegt für die Menschen in weiter Ferne - doch mit dem ersten "Orion"-Flug kommt die Nasa dem Roten Planeten ein Stückchen näher. Der für Mars-Missionen geplante US-Raumtransporter ist nach seinem Start ins All im Pazifik gelandet. Ein neues Kapitel in der Raumfahrt kann beginnen.

Orion während des Starts (Nasa / Bill Ingalls / Handout, dpa)
Der unbemannte Testflug des US-Raumschiffs "Orion" hat begonnen - für die Nasa ein bedeutender Schritt. (Nasa / Bill Ingalls / Handout, dpa)
Weiterführende Information

Raumkapsel Orion - Das neue US-Raumschiff startet zum ersten Mal
(Deutschlandfunk, Forschung aktuell, 03.12.2014)

Die US-Raumkapsel "Orion" hat am Freitag ihren Jungfernflug erfolgreich absolviert. Nach viereinhalb Stunden in einer Erdumlaufbahn schlug die Kapsel im Pazifik auf, wie die Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.

Als "extrem aufregend" hatte Programm-Manager Mark Geyer den Start beschrieben. Die unbemannte Kapsel hob mit einer Rakete vom Typ Delta IV vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, alle Systeme hätten "perfekt" funktioniert, teilte die Raumfahrtbehörde Nasa mit. 

Mit dem Testflug rückt die Nasa ein Stück näher an das Ziel heran, Menschen in den 2030er-Jahren zum Mars zu transportieren. "Orions" Test ist ein entscheidender Schritt auf unserem Weg zum Mars", twitterte die Nasa kurz nach dem Start.

 

 

Innerhalb von Minuten nach dem Start erreichte die Kapsel fünffache Schallgeschwindigkeit. Nach Nasa-Angaben benötigte "Orion" 17 Minuten, um den Orbit zu erreichen. Die Kapsel sollte auf 5.800 Kilometer Höhe gebracht werden und damit mehr als zehnmal höher als die Flugbahn der Internationalen Raumstation ISS. Sie sollte zweimal die Erde umkreisen und nach rund viereinhalb Stunden im Pazifik landen.

In 20 Jahren Flüge zum Mars?

Der Testflug soll vor allem zeigen, ob das Navigationssystem und die Elektronik an Bord der großen Hitze standhalten und ob die Fallschirme die hohe Geschwindigkeit vor der Landung im Pazifik vor der Küste Kaliforniens ausreichend bremsen können. Dafür muss das Raumschiff mit einem Tempo von fast 32.000 Stundenkilometern bei rund 2.200 Grad Celsius wieder in die Atmosphäre eindringen.

Nach Informationen des "Wall Street Journal" kostet "Orion" derzeit rund eine Milliarde Dollar (808 Millionen Euro) pro Jahr. Gemeinsam mit der Rakete der nächsten Generation könnte die Mission demnach bis zum Jahr 2021 mehr als 20 Milliarden Dollar (16,2 Mrd. Euro) verschlingen. Dann soll "Orion" erstmals mit Menschen an Bord ins All starten, Mitte der 2030er Jahre könnten Flüge zum Mars folgen.

(ach/tgs)

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