Samstag, 04. Dezember 2021

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Mediensozialisation"Die digitalen Medien unterstützen die Tendenz zum Egozentriker"

Facebook, Instagram, Twitter, Snapchat - das Medienverhalten der "Digital Natives" zeichne sich durch die oberflächliche Rezeption von Inhalten aus, sagt Bernhard Heinzlmaier vom Wiener Institut für Jugendforschung im Corso-Gespräch. Die auf Selbstdarstellung ausgelegte Kommunikation spiegele sich unmittelbar in ihrer Entwicklungen wider.

Bernhard Heinzlmaier im Corso-Gespräch mit Anja Buchmann | 20.10.2016

Ein Mädchen sitzt in seinem Zimmer auf dem Boden und macht Selfies.
Die "Digital Natives" geben sich mit der Oberfläche zufrieden, sagt Bernhard Heinzlmaier. (imago / Felix Jason)
In ihrem Buch "Das Glück der Unerreichbarkeit" schreibt die Medienwissenschaftlerin Miriam Meckel schon vor knapp zehn Jahren, dass der Mensch nur eine begrenzte Menge an Reizen verarbeiten kann. Und wir werden mit Reizen zugeballert, insbesondere wenn wir uns regelmäßig in den digitalen Medien bewegen. Was macht das mit uns, verändert es uns und wenn ja, dann wie? Bernhard Heinzlmaier ist Mitbegründer und ehrenamtlicher Vorsitzender am Wiener "Institut für Jugendkulturforschung" und hat jüngst ein Dossier verfasst zum Thema "Mediensozialisation in der digitalen Postmoderne".
Hinweis: Das Gespräch können Sie nach der Sendung mindestens sechs Monate lang als Audio-on-demand abrufen.