Telegram und Co.
Mehrere russische Städte untersagen offenbar Proteste gegen Internetsperren

In Russland sollen mehrere Städte Proteste gegen Blockaden des Mobilfunks und Sozialer Netzwerke untersagt haben.

    Die russische Facebook-Seite auf einem Monitor
    Proteste gegen die Internetsperre in Russland sind verboten worden (Archivbild). (dpa / picture alliance / Vladimir Trefilov)
    Der russische Oppositionspolitiker Nadeschdin teilte mit, im Moskauer Umland hätten mehrere Städte in gleichlautenden Schreiben Versammlungsverbote erteilt. Als Vorwand werde die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus genannt. Andernorts wurden potenzielle ukrainische Raketenangriffe als Grund angeführt. In Russland ist die Teilnahme an nicht genehmigten Kundgebungen verboten.
    Seit Tagen wird in Russland immer wieder das mobile Internet abgeschaltet oder verlangsamt. Die Proteste sollten sich auch gegen die für April geplante Abschaltung des Messengers Telegram richten. Kritiker gehen davon aus, dass die Regierung die Bürger dazu drängen will, auf die staatlich kontrollierte App MAX zu wechseln.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.