Sonntag, 15.12.2019
 
06.10.2004

Physik Bayreuther Forscher bauen einen super-harten Halbleiter.

Hart wie ein Diamant ist ein neuer Halbleiter, den Wissenschaftler der Universität Bayreuth gemeinsam mit Kollegen aus Paris entwickelt haben. Bei dem Halbleiter handelt es sich um einen Verbundstoff aus Bor-Karbid und Bor-haltigem Diamant. Wie die Universität Bayreuth heute mitteilte, ist das neue Material insbesondere für die Mikroelektronik von Interesse. Trotz seiner großen Härte lasse es sich präzise bearbeiten. Mikroelektronische Bauteile auf Diamantbasis erlaubten zudem einen Einsatz unter extremeren Bedingungen als herkömmliche Silizium-Chips.

Quelle: mawi

Biologie Der DNA-Pionier Maurice Wilkins ist tot.

Der britische Forscher und Nobelpreisträger Maurice Wilkins starb gestern im Alter von 87 Jahren in London. Wilkins spielte eine wichtige Rolle bei der Entdeckung der Struktur des Erbmoleküls DNA: der Doppelhelix. Wilkins und seiner Kollegin Rosalinde Franklin gelangen Röntgen-Kristall-Aufnahmen des DNA-Moleküls. Gemeinsam mit Francis Crick und James Watson erhielt Wilkins 1962 den Nobelpreis. Bis zuletzt forschte Wilkins am King's College in London.

Quelle: mawi

Genforschung Der Ethikrat spricht sich für die Umsetzung der EU-Biopatent-Richtlinie aus.

Im Streit um die Patentierung von Genen hat der Nationale Ethikrat den Bundestag zu einer schnellen Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie aufgefordert. Die Richtlinie von 1998 erlaubt Patente auf biologisches Material wie menschliche, pflanzliche und tierische Gene oder Gensequenzen. In seiner Stellungnahme empfiehlt der Ethikrat lediglich Maßnahmen, die die Information und Zustimmung etwaiger Genspender garantieren. In einem Minderheitenvotum verlangten elf Mitglieder des Ethikrates Korrekturen an der EU-Richtlinie. So sollten embryonale Stammzellen oder menschliche Organe nicht patentiert werden dürfen. Die Bundesregierung hat die EU-Richtlinie bislang nicht in nationales Recht umgesetzt. Die Richtlinie ist innerhalb der Regierungskoalition umstritten.

Quelle: mawi

Biologie Läuse verraten Kontakt zum Frühmenschen.

Die ersten modernen Menschen sind den Urmenschen der Art //Homo erectus// wahrscheinlich direkt begegnet. Das berichten amerikanische Forscher im Fachblatt "PLoS Biology". Sie untersuchten das Erbgut von Kopf- und Körperläusen. Dort fanden sie in derselben Unterart zwei unterschiedliche Gruppen von Kopfläusen. Die Forscher gehen davon aus, dass die eine Gruppe den //Homo erectus// auf dessen Wanderung von Afrika nach Asien begleitete und sich dort unabhängig von der anderen Gruppe entwickelte. Als //Homo sapiens// später ebenfalls Asien besiedelte, trafen die beiden Gruppen aufeinander und die Läuse sprangen von //Homo erectus// auf den modernen Menschen über, so die Theorie der Forscher.

Quelle: mawi

Medizin Schnelle Quarantäne ist bei Sars das Entscheidende.

Strikte Einhaltung der Hygiene-Regeln sowie eine schnelle Isolierung von Patienten mit Krankheitszeichen sind die entscheidenden Maßnahmen, um einen Sars-Ausbruch unter Kontrolle zu bekommen, berichten Kanadische Forscher der Queeens Universität in Kingston. Um eine Sars-Epidemie einzudämmen, müssten Patienten ohne Krankheitszeichen dagegen nicht isoliert werden, schreiben die Forscher in der "Proceedings of the Royal Society B". Die Wissenschaftler hatten die Ausbrüche des schweren akuten Lungen-Entzündung Sars in Totonto, Hongkong, Singapur und Peking aus dem Jahr 2003 analysiert.

Quelle: mawi

Physik Doppelt klebt besser - auch bei Fliegen.

Fliegen verwenden zwei verschiedene Methoden, um festen Halt auf glatten Flächen zu finden. Das berichtet ein Forscherteam der Universität Ulm in den "Proceedings der Royal Society". Genauso wie Spinnen und Geckos nutzen Fliegen die Anziehungskräfte zwischen ihren Beinen und den Molekülen der Oberfläche - die so genannten Van-der-Waals-Kräfte. Die Forscher entdeckten, dass diese Haftwirkung noch verstärkt wird durch einen dünnen Flüssigkeitsfilm an den Fliegenbeinen. Wenn sich zwischen zwei Oberflächen ein Flüssigkeitsfilm befindet, treten dort Kapillarkräfte auf. Diese Kapillarkräfte verstärken die Anziehungskräfte, die immer dann entstehen, wenn sich einzelne Moleküle sehr nahe kommen. Der Flüssigkeitsfilm an den Fliegenbeinen besteht aus Kohlenwasserstoffen, Fettsäuren, Alkoholen und Wasser.

Quelle: mawi

05.10.2004

Raumfahrt "SpaceShip One" gewinnt den X-Prize.

Das erste privat finanzierte, bemannte Raumschiff hat den "Ansari X-Prize" gewonnen. Auch beim zweiten Flug innerhalb einer Woche erreichte das Raketenflugzeug "SpaceShip One" den Rand des Weltalls. Die maximale Flughöhe betrug 112,16 Kilometer. Der Flug dauerte knapp 90 Minuten. Der mit zehn Millionen Dollar dotierte X-Prize war 1996 zur Förderung der privat-finanzierten Raumfahrt ausgelobt worden. Die Bedingungen sahen vor, dass ein Team innerhalb von zwei Wochen mit einem Raumschiff zwei Mal höher als 100 Kilometer fliegt.

Quelle: mawi

Geologie Im Süden Ägypten fanden Forscher ein riesiges Meteoritenfeld.

Mit Hilfe von Satellitenbildern hat ein französisch-ägyptisches Forscherteam im Süden Ägyptens das bislang größte Meteoritenfeld entdeckt. Von den auf den Bildern zu erkennbaren rund einhundert Einschlägen seien 13 durch Grabungen auf dem Gilf-Kebir-Plateau nahe der ägyptisch-libyschen Grenze bestätigt, teilte das französische Forschungszentrum CNRS heute mit. Die Meteoriten seien vor rund 50 Millionen Jahren auf das etwa 5.000 Quadratkilometer große Gebiet nieder gegangen. Die Einschlagskrater hätten einen Durchmesser von 20 Meter bis zu einem Kilometer. Die wuchtigsten Einschläge seien bis zu 80 Meter tief. Im Dezember wollen die Forscher das Feld genauer kartografieren.

Quelle: mawi

Chemie Heiße Flüssigkeit wird fest.

Eine ungewöhnliche Entdeckung machten Forscher aus Grenoble: Als sie die beiden organischen Flüssigkeiten Cyclodextrin und 4-Methyl-Pyridin mischten und auf mehr als 45 Grad erhitzten, verfestigte sich die flüssige Mischung und wurde zu einem weißen, milchtrüben Feststoff. Das berichten die Wissenschaftler im Fachblatt "Journal of Chemical Physics". Sie gehen davon aus, dass sich durch die hohe Temperatur Wasserstoffbrücken zwischen den beiden Stoffen bildeten. Um ihre Theorie zu untermauern, hatten die Forscher die Struktur der Mischung mit Hilfe von Neutronenstrahlen analysiert.

Quelle: seyn

Biologie Die Wurzeln kontrollieren das Pflanzenwachstum.

Pflanzen reagieren auf Wassermangel oder ungünstige Bodenbeschaffenheit mit eingeschränktem Wachstum. Biologen der Universität von Utah haben jetzt Gene in den Wurzeln gefunden, die für diesen Wachstumsstopp verantwortlich sind. Sobald sich die Lebensbedingungen der Pflanzen verschlechtern, werden diese Gene eingeschaltet. Die Folge: chemische Signale werden produziert, die das Wachstum des ganzen Schösslings stoppen. Mit diesen Wurzel-Genen erklären sich die Forscher auch das unterschiedliche Aussehen der gleichen Pflanzen in verschiedenen Regionen. Unter günstigen Bedingungen seien bestimmte Gene inaktiv und die Pflanze produziere viele große Blätter. In Notsituationen dagegen schränkten diese Gene das Wachstum der Blätter ein.

Quelle: seyn

04.10.2004

Raumfahrt Space Ship One startet zum zweiten Flug.

Das privat finanzierte Raumschiff soll in der kommenden Stunde erneut die Grenze zum All in rund 100 Kilometern Höhe überfliegen und so den X-Preis gewinnen. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Raumgleiter die Höhe von 102 Kilometer erreicht. Bei diesem Flug hatte sich der Gleiter zweimal unkontrolliert um die eigenen Achse gedreht; der Pilot hatte die Maschine jedoch unter Kontrolle bekommen. Der Konstrukteur Bert Rutan entschied trotzdem, heute zum zweiten Mal zu starten, das Flugzeug wird allerdings von einem anderen Piloten gesteuert. Sollte der Flug nicht glücken und bis zum Ende des Jahres niemand einen zweiten Versuch unternehmen, ginge das Geld für den X-Preis, 10 Millionen Dollar, verloren.

Quelle: gät

Raumfahrt Die Nasa verschiebt die Shuttle-Flüge erneut.

Die Weltraumbehörde geht davon aus, dass die Raumfrachter frühestens im Mai oder Juli 2005 starten können. Bisher wollte die NASA bereits im März oder April wieder mit den Raumtransportern starten. Grund für die Verschiebung sind nach Auskunft eines Sprechers die Schäden, die die vier schweren Stürme der vergangenen Woche in Florida an der Startrampe angerichtet haben. Die Reparatur werde mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich erwartet. Die NASA wies ferner darauf hin, dass bis jetzt auch die meisten Sicherheitsbedenken der Untersuchungskommission zum Columbia-Absturz nicht ausgeräumt seien.

Quelle: gät

Neurologie Bei Blinden sogt das Sehzentrum fürs Verstehen.

Das schreiben Forscher des Nationalen Gesundheits-Instituts der USA im Fachblatt „Nature Neuroscience“. Die Wissenschaftler hatten Blinde Testpersonen gebeten, zu bestimmten Wörtern passende Verben zu suchen; also zum Beispiel zu „Apfel“ -- das Wort „essen“. Dann beeinflussten die Forscher das Sehzentrum in der Hirnrinde der Probanden mit einem starken Magnetfeld. Die Folge war, dass die Testpersonen plötzlich unsinnige Wortfolgen bildeten, etwa „Apfel“ -- „springen“. Bei sehenden Probanden trat dieser Effekt nicht auf. Die Wissenschaftler ziehen daraus den Schluss, dass Blinde zum Verstehen von Worten auf die Sehrinde angewiesen sind, weil diese die Aufgabe übernommen hat, logische Verknüpfungen zu bilden.

Quelle: gät

Medizin In Deutschland erkranken immer mehr Menschen an Syphilis.

Im vergangen Jahr haben sich gut 2900 Menschen in Deutschland mit der Krankheit angesteckt; das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Das teilte das Robert Koch Institut in Berlin mit. Drei Viertel der neu erkrankten Patienten waren demnach Männer. Sie zogen sich die Krankheit beim Geschlechtsverkehr mit anderen Männern zu. Der Anteil der erkrankten Frauen ist dagegen gesunken. Die Steigerungen sind nach Ansicht des Robert Koch Institutes wahrscheinlich kein „kurzfristiges und vorübergehendes Ausbruchsgeschehen“. Die Forscher sehen derzeit keinen Zusammenhang zwischen der Ausbreitung der Syphilis und der Immunschwächekrankheit AIDS.

Quelle: gät

Technik Das größte Windkraftrad dreht sich in Brunsbüttel.

Die Rotoren des Prototyps für künftige Offshore-Windenergieparks messen 126 Meter im Durchmesser, der Turm der Anlage ist 120 Meter hoch. Das Windrad soll fünf Megawatt Leistung erzeugen. Damit sei die in Schleswig-Holstein aufgestellte Anlage die größte Windenergieanlage weltweit, teilte der Hersteller mit. Bevor die Windmühle allerdings ans Netz gehen kann, müssen noch Installationen und Justierungsarbeiten vorgenommen werden; noch in diesem Jahr soll der mit ihrer Hilfe produzierte Strom ins Netz eingespeist werden. Die Ingenieure wollen mit dieser Anlage die Grundlagen für den Bau von Offshore-Windenergieanlagen erproben.

Quelle: gät

Technik Funk-Sensoren überwachen LKW-Reifen.

Die Sensoren sind direkt unter der Lauffläche eingebaut und messen permanent Temperatur und Luftdruck. Über eine ringförmige Antenne im Reifen und einem Empfänger im Radkasten wird der Sensor zum einen mit Energie versorgt, überträgt er zum anderen die Messdaten. Ein Bordrechner kontrolliert, ob der Druck ausreichend hoch ist. Fällt er unter eine bestimmte Marke, warnt der Computer den Fahrer. Die neue Technik soll rund 85 Prozent aller Reifenschäden an Lastkraftwagen verhindern können, zeigten sich die Ingenieure der (Firma Siemens) bei der Vorstellung überzeugt.

Quelle: gät

Klima Die Sonne verursachte keinen Klimawandel auf der Erde.

Davon sind Wissenschaftler aus den USA überzeugt. Bislang hatten Klimaforscher angenommen, dass Schwankungen in der Sonnenstrahlung sowohl die kleine Eiszeit zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhundert auslösten als auch für die Erwärmung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sorgten. Ein Team aus Physikern und Klimaforschern aus den USA bezweifelt jetzt jedoch, dass die vorliegenden Daten über die Zahl der Sonnenflecken und Schwankungen im Magnetfeld anderer Sterne genau genug sind, um Rückschlüsse auf einen Einfluss der Sonne auf das Klima der Erde zuzulassen. Die Wärme- und Kälteperioden der letzten 1000 Jahre müssten daher auf andere Weise erklärt werden, so die Wissenschaftler. Die Forscher hatten sich nur mit den Klimaschwankungen beschäftigt, die bis 1950 auftraten.

Quelle: gät

01.10.2004

Medizin Belgische Ärzte stellen die Krebstherapie auf den Kopf.

Anstatt einen Tumor von der Blutversorgung abzuschneiden, um ihn so auszuhungern, wollen sie die Durchblutung verbessern. Das Konzept: Ist ein Tumor gut durchblutet, wirken Strahlen- und Chemotherapien besser. Im Tierversuch an Mäusen haben die Forscher der Brüsseler Université de Louvain tumoreigene Gefäße mit Hilfe eines Eiweißes mit Namen BQ 123 geweitet. Das Eiweiß ist der natürliche Gegenspieler eines Stoffes, der von vielen Tumoren gebildet wird. Die Mediziner wollen ihre Methode jetzt in klinischen Studien an Menschen erproben.

Quelle: mawi

Geologie Der Vulkan „Mount St. Helens“ steht kurz vor einem Ausbruch.....

...befürchten US-amerikanische Forscher. Der Vulkan im US-Bundesstaat Washington sei überaus aktiv. Es würden drei bis vier kleinere Erdbeben pro Minute gemessen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch des Vulkans innerhalb der nächsten Tage oder Wochen liege bei 70 Prozent, so die Forscher vom staatlichen „Geological Survey“. Vor 24 Jahren hatte ein explosiver Ausbruch des Mount St. Helens die Spitze des Berges weggerissen. Damals kamen 57 Menschen ums Leben.

Quelle: mawi

Preisverleihung Furzende Heringe sorgen für Nobelpreis.

Ben Wilson von der Universität von Britisch Kolumbien erhielt gestern den IG-Nobelpreis für seine Forschungen über die Darmkommunikation pazifischer Heringe. Die Publikation im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society B“ sorgte für den Preis, der für Forschungen verliehen wird, die so das Preis-Komitee „nicht wiederholt werden können, oder besser nicht wiederholt werden sollten”. Laut Wilson umfasst das Tonspektrum der Heringe mit Frequenzen von 1,7 bis 22 Kilohertz mehr als drei Oktaven. Bis zu 7,6 Sekunden lang können die Heringe Luft aus ihrer Schwimmblase in ihren Analtrakt pumpen und damit pulsierende Töne erzeugen. So könnten die Fische auch nachts kommunizieren, so die bahnbrechende Erkenntnis.

Quelle: mst

Genetik Die Gene der Kieselalge bergen Überraschungen.

Ein Internationales Genetiker-Team hat das Erbgut der Kieselalge //Thalassiosira pseudonana// entschlüsselt. Der Stoffwechsel dieser Kieselalge weise einige Überraschungen auf, schreiben die Forscher im Fachblatt „Science“. So könne sie Fett auf zwei Wegen abbauen. Ein Stoffwechsel-Weg ähnele dem von Tieren, der andere dem von Pflanzen. Die Grenze zwischen Pflanze und Tier scheine bei der Kieselalge verwischt zu sein. Kieselalgen wachsen in Meeren und Süßwassergewässern. Sie kommen aber auch auf Steinen oder Bäumen vor. Es wird geschätzt, dass sie ebenso viel Biomasse aufbauen, wie sämtliche Regenwälder der Erde.

Quelle: mawi

Paläontologie „Größer“ heißt nicht „besser“....

Das belegen Fossilien ausgestorbener Urhunde. Die großen fleischfressenden Tiere seien ausgestorben, weil sie zu abhängig davon waren, andere große Tiere zu erlegen, berichten US-amerikanische Forscher der Universität von Kalifornien in Los Angeles im Fachblatt „Science“. Kleine, wendigere Fleischfresser hätten ihre Nahrung besser variieren können: Sie hätten auch kleine Nagetieren jagen können und Beeren oder Wurzeln in ihren Speiseplan aufnehmen können, so die Forscher. Der Vergleich der Fossilien ergab: Keine Art der reinen Fleischfresser überlebte länger als sechs Millionen Jahre. Weniger spezialisierte Urhund-Arten dagegen brachten es auf elf Millionen Jahre.

Quelle: mawi

Meteorologie Das Ozonloch über der Antarktis ist geschrumpft.

Das Ozonloch über der Antarktis ist etwa ein Fünftel kleiner als im Vorjahr. Es schrumpfte von 29 Millionen Quadratkilometern auf 24 Millionen Quadratkilometer. Dies hätten mehrere voneinander unabhängige Messungen hätten ergeben, teilte das Neuseeländische Institut für Wasser und Atmosphären-Forschung in Wellington mit. Die sei allerdings noch kein sicheres Zeichen für eine Erholung der Ozonschicht, betonen die Forscher.

Quelle: mawi

30.09.2004

Physik Forscher der Universität Grenoble in Frankreich haben eine Flüssigkeit entdeckt, die erstarrt, wenn man sie erhitzt, und nicht etwa verdampft.

Das berichten sie in der Fachzeitschrift „Journal of Chemical Physics“. Es handelt sich um ein Gemisch aus Wasser, ringförmigen Zuckermolekülen und einer organischen Stickstoffverbindung. Bei einer Temperatur zwischen 45 und 75 Grad Celsius verwandelt sich die klare Lösung in eine trübe, feste Masse. Kühlt man die Substanz danach ab, wird sie wieder flüssig.

Quelle: gät

Biologie Wildschweine mögen keinen Hard-Rock.

Das haben Winzer aus dem Piemont herausgefunden. Die Weinbauern hatten nach einer Strategie gesucht, die Tiere von ihren Weinbergen fernzuhalten. Dazu hatten sie Lautsprecherboxen an Bäumen aufgehängt und in verschiedenen Testreihen für jeweils fünf Minuten laute Musik erklingen lassen -- sowohl klassische als auch Pop-Musik. Aber nur mit Hilfe von Hard-Rock gelang es ihnen, die Wildschweine zu verscheuchen. Tierforscher und Toningenieure untersuchten dieses Phänomen und stellten fest, dass Wildschweine auf die schnell wechselnden Rhythmen und die hohen Frequenzen mit Flucht reagieren. Tierschützer begrüßen die neue Vertreibungsmethode. Üblicherweise werden Wildschweine während der Zeit der Weinlese einfach vergiftet oder erschossen.

Quelle: gät

Raumfahrt „Space Ship 1“ ist sicher zur Erde zurückgekehrt.

Das private Raketenflugzeug hat auf seinem anderthalb Stunden dauernden Flug für wenige Minuten die Grenze zum Weltraum überquert. Das Flugzeug erreichte dabei eine Höhe von mehr als 102 Kilometern. Nach Auskunft des Richter-Ausschusses des Ansari X-Preis-Komitees hat das Team um den US-Entwickler Burt Rutan damit die erste Bedingung für den X-Preis erfüllt. Wenn es dem Team jetzt gelingt, innerhalb der nächsten vierzehn Tage einen zweiten Flug ins All zu starten und sicher zu landen, hätte es den mit zehn Millionen Dollar dotierten Preis gewonnen. „Space Ship 1“ soll am kommenden Montag einen zweiten Flug unternehmen.

Quelle: gät

Geologie Fossilien aus Süd-Afrika könnten ein frühen Anfang des Lebens belegen.

Davon sind Forscher der Universität Stanford in den USA überzeugt. Die Wissenschaftler hatten Fossilien aus Süd-Afrika untersucht, die rund 3,4 Milliarden Jahre alt sind. Wie die Wissenschaftler in dem Fachblatt „Nature“ schreiben, entspricht die Struktur und die Kohlenstoff-Zusammensetzung dieser versteinerten Überreste Algen, die noch heute in Buchten und Lagunen vorkommen. Die Forscher sehen in ihrem Fund einen Beleg für die Annahme, dass bereits vor 3,4 Milliarden Jahren die Meere von Algenteppichen bedeckt waren. Kritiker dieser These hatten vermutet, dass es sich bei den Fossilien aus Südafrika um Ablagerungen nicht-biologischen Ursprungs handele.

Quelle: gät

Entwicklung In 150 Jahren laufen Frauen schneller als Männer.

Das schreiben Forscher aus Großbritannien in dem Fachblatt „Nature“. Die Wissenschaftler hatten aus den Messungen der Sprint-Erfolge der letzten 100 Jahre auf die Entwicklung der kommenden Jahrzehnte geschlossen. Dabei ergab sich, dass die Sprinterinnen auf den Olympischen Spielen im Jahr 2156 ihre männlichen Konkurrenten überholen werden. Auf den Sieg der Frauen wollten die Wissenschaftler allerdings nicht wetten, dafür seien die Messungenauigkeiten zu groß. So könnten die Damen bereits im Jahr 2064 schneller laufen als die Herren, die Entwicklung könnte aber auch noch bis zum Jahr 2788 dauern.

Quelle: gät

Statistik Der Urahn aller Stammbäume lebte vor 2300 Jahren.

Könnten Familienforscher einen Stammbaum nur lange genug zurück verfolgen, würden sie einen Urahn finden, der mit allen Familien über viele Ecken verwandt ist. Diese Vermutung belegten jetzt Forscher des MIT in den USA mit einer statistischen Berechnung. Dabei zeigte sich, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature“, dass dieser Verwandte aller heutigen Menschen vor 2300 Jahren lebte. Die Wissenschaftler berechneten die Zahl aller Vorfahren der Menschen und setzten diese mit geographischen und historischen Fakten in Beziehung. Dabei ergab sich auch, dass jeder Mensch, der vor 5 tausend Jahren lebte, entweder gemeinsamer Vorfahr aller noch heute lebenden Menschen ist -- oder gar keine Nachkommen hat.

Quelle: gät

Technik Teilchenbeschleuniger könnten wesentlich kleiner werden.

Darauf lässt das Ergebnis eines Experiments von Physikern aus England und den USA hoffen. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt „Nature“ schreiben, ist es ihnen gelungen, mit einen Laser-getriebenen Teilchenbeschleuniger erstmals einen schnellen Elektronenstrahl zu erzeugen. Dank der neuen Technik ließen sich wesentlich kleinere Teilchenbeschleuniger konstruieren als bisher. Elektronenstrahlen sind ein wichtiges Hilfsmittel in der Medizin oder bei der Untersuchung von Materialstrukturen, wie zum Beispiel von Gestein oder auch Viren. Bislang konnten diese Strahlen jedoch nur in den mehreren Kilometer großen Teilchenbeschleunigern erzeugt werden.

Quelle: gät

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