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Arbeitsmarkt
Menschen mit Behinderung sollen mehr Chancen für Arbeitsplatz erhalten

Größere Arbeitgeber müssen künftig eine höhere Abgabe leisten, wenn sie trotz rechtlicher Verpflichtung keine Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigen.

16.05.2023
    Eine Sehbehinderte an ihrem Arbeitsplatz
    Menschen mit Behinderung sollen mehr Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt erhalten. Darauf zielt ein neues Gesetz ab. (dpa / Armin Weigel)
    Der Bundestag beschloss ein Gesetz zur Förderung des inklusiven Arbeitsmarkts. Für Unternehmen mit mindestens 60 Arbeitsplätzen gilt künftig, dass sie pro nicht besetztem Pflichtarbeitsplatz 720 Euro im Monat zahlen müssen. Bislang ist es die Hälfte. Für kleinere Unternehmen gibt es Sonderregelungen. Die Arbeitgeber sollen von Ansprechstellen unterstützt und beraten werden. Mit dem Gesetz will die Ampelkoalition mehr Menschen mit Behinderung in reguläre Arbeit bringen und halten. Der Sozialverband VdK begrüßte das Vorhaben. Menschen mit Behinderung könnten einen wichtigen Beitrag gegen den Fachkräftemangel leisten.
    Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit erfüllen nur 39 Prozent der Unternehmen die Vorgaben zur Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung. - Der Bundestag billigte außerdem einen Gesetzentwurf, wonach der Einbau moderner Stromzähler in Zukunft verbindlich werden soll.
    Diese Nachricht wurde am 21.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.