
Kachelmann sagte im Deutschlandfunk, auf viele Extremwetterereignisse könne man sich besser vorbereiten als dies in vielen Bundesländern aktuell der Fall sei. Auch die Mängel beim Zivilschutz seien für ihn als Schweizer schwer nachvollziehbar; in der Schweiz habe beispielsweise jeder Mensch Anspruch auf einen Bunkerplatz.
Mit Blick auf das Ahr-Hochwasser vor fünf Jahren sagte Kachelmann, die Meteorologie habe damals frühzeitig gewarnt. Bereits drei Tage vor der Flut sei klar gewesen, dass "furchtbare Dinge" passieren würden, Behörden und Politiker hätten aber trotzdem nicht das Richtige getan. Die Meteorologen hätten daraus den Schluss gezogen, auch die Pegel kleiner Bäche zu überwachen. So könne man im Notfall vielleicht noch mehr Druck auf die Behörden ausüben.
Kachelmann: Nicht dem "lieben Gott" überlassen
Der Meteorologe betonte, es gebe unter den Bundesländern auch Positivbeispiele. Als Beispiel nannte er das Saarland, wo die Behörden inzwischen gut auf Extremsituationen vorbereiten seien.
Mit Bezug auf die Hitzewelle Ende Juni[https://www.deutschlandfunk.de/hitzewelle-in-europa-forderte-mehr-als-10-000-zusaetzliche-todesopfer-100.html]sagte Kachelmann, die Menschen in Deutschland müssten sich daran gewöhnen, dass es auch in Deutschland bei den Temperaturen "in Richtung 45 Grad" gehen werde. Das Schlimme sei, dass sich auch darauf niemand so recht vorbereite, sondern man alles "dem lieben Gott" überlasse.
Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
