Institut der deutschen Wirtschaft
Mieten für neue Verträge steigen bundesweit um 3,5 Prozent

Die Neuvertragsmieten in Deutschland sind weiter gestiegen. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft in seinem "IW-Wohnindex" mitteilte, stiegen die Preise für Neuvermietungen von Januar bis März dieses Jahres bundesweit um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

    Mietwohnungen in München
    Die Neuvertragsmieten in Deutschland sind weiter gestiegen. (dpa - picture alliance / Sven Simon)
    In einigen Städten lagen die Zahlen noch darüber. So erhöhte sich die Miete in Düsseldorf um 5,9 Prozent, in Köln um 5,7 Prozent und in Hamburg um 5,1 Prozent. Auch im Umland großer Städte lag der Anstieg über dem Bundesdurchschnitt.
    In Berlin gingen die Mieten hingegen um 0,8 Prozent zurück. Laut IW waren die Mieten nach dem Ende des Berliner Mietendeckels zunächst überdurchschnittlich stark gestiegen. Der aktuelle Rückgang relativiert diesen Sondereffekt lediglich, ohne die strukturell angespannte Lage zu verändern, so die Erklärung des Instituts.
    Bundesweit gab es bei den Neuvermietungen auch im Vergleich zum vorherigen Quartal von Oktober bis Dezember 2025 einen Anstieg - hier lag er bei 0,6 Prozent.

    Ölknappheit trifft Wohnungsmarkt noch nicht so hart wie 2022

    Eine weitere Erkenntnis aus dem Wohnindex: Die Ölknappheit wegen des Iran-Kriegs "trifft den Wohnungsmarkt noch nicht so hart wie der Energiepreisschock nach dem russischen Angriff auf die Ukraine". Demnach ist ein Preiseinbruch wie 2022 diesmal nicht zu erwarten: "Energie verteuert sich bislang weniger stark, Risiken sind zudem zunehmend eingepreist."
    Diese Nachricht wurde am 27.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.