Videokonferenz
Migranten-Ansturm auf Ceuta: EU-Innenminister beraten über Konsequenzen - Marquardt (Grüne) weist Kritik an Spanien zurück

Nach dem Andrang von Migranten auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta beraten die EU-Innenminister in einer Sondersitzung über Konsequenzen. Nach Angaben der irischen Ratspräsidentschaft soll es in der Videokonferenz unter anderem darum gehen, wie die EU ihre Außengrenzen besser schützen kann. 

    Geflüchtete stehen am Strand von Ceuta. Sie sind über das Meer von der marokkanischen Küste zu der spanischen Enklave geschwommen. Ein Soldat zeigt ihnen den Weg.
    Die EU-Innenminister wollen über den Migranten-Ansturm auf Ceuta und mögliche Konsequenzen beraten. (imago / ZUMA Press)
    Die Ereignisse in Ceuta hatten eine neue Debatte über Asylpolitik und Grenzschutz in Europa ausgelöst. Mehrere EU-Länder machen Spanien für das Geschehen mitverantwortlich.
    Der Grünen-Europaabgeordnete Marquardt wies die Kritik an Madrid zurück. Er sagte im Deutschlandfunk, es gebe keine Hinweise darauf, dass sich Menschen aus Marokko aufgrund der spanischen Asylpolitik auf den Weg gemacht hätten. Vielmehr seien vor allem leicht manipulierbare Jugendliche durch Desinformationen motiviert worden. Die Forderung, Spanien aus dem Schengenraum auszuschließen, nannte Marquardt populistisch, da sich die Migranten nicht im regulären Schengenraum befunden hätten.
    Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.