
Im ZDF sagte der SPD-Politiker, sollte US-Präsident Trump seine Drohung wahrmachen und sich Grönland einverleiben, dann wäre das ein historisch einmaliger Vorgang, der mit Sicherheit Folgen für das Bündnis hätte. In der ARD betonte er allerdings, er glaube nicht, dass es zum Äußersten komme. Pistorius sprach von einem Machtspiel, bei dem es um Einfluss gehe.
Die US-Regierung zeigte sich von der Ankunft von Soldaten aus NATO-Staaten in Grönland unbeeindruckt. Sie glaube nicht, dass dies irgendeinen Einfluss auf das Ziel des Präsidenten habe, Grönland zu erwerben, sagte Regierungssprecherin Leavitt im Weißen Haus.
Ein Krisengespräch zwischen den USA, Dänemark und Grönland am Mittwoch hatte keine Lösung im Konflikt um die Besitzansprüche der USA gebracht. Grönland ist Teil des Königreichs Dänemark und damit auch Teil der NATO und Bündnispartner der USA.
Politikwissenschaftler: Trump hat nicht unrecht
Laut dem Politikwissenschaftler Christian Mölling haben die Europäer die Bedrohung vor allem durch russische Schiffe lange nicht ernst genommen. Insofern habe US-Präsident Trump mit seinen Warnungen nicht unrecht. Die Erkundungsmission jetzt sei "eine Geste", die Trump Unterstützung signalisieren solle ohne ihn zu verärgern, sagte Mölling im Deutschlandfunk. Zugleich demonstriere man Solidarität mit Dänemark.
Russland: Falscher Vorwand für militärische Präsenz
Russland hat die Entsendung von Soldaten aus Deutschland und anderen NATO-Ländern nach Grönland kritisiert. Die NATO verstärke ihre militärische Präsenz in der Region unter dem falschen Vorwand einer wachsenden Bedrohung durch Moskau und Peking, hieß es in einer Erklärung der russischen Botschaft in Brüssel. Die Arktis müsse ein Gebiet des Friedens und der Zusammenarbeit bleiben.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Diese Nachricht wurde am 16.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
