
Unter anderem die Deutsche Presse-Agentur und das Magazin "Stern" zitieren aus einem Beschlusspapier der JU Sachsen-Anhalt: "Die CDU Sachsen-Anhalt braucht einen umfassenden Neuanfang. Deshalb fordern wir den Rücktritt und die zeitnahe Neuwahl der gesamten Landesführung – vom Landesvorsitzenden bis zum gesamten Vorstand." Nach einer Niederlage dieses Ausmaßes dürfe es kein Weiter-So geben.
+++ Nach dem verpassten Wiedereinzug der FDP in den Landtag von Sachsen-Anhalt hat die FDP-Landesvorsitzende Hüskens ihren Rücktritt angekündigt.
Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie, noch sei nicht klar, ob sie mit sofortiger Wirkung ihr Amt niederlege, oder erst im April kommenden Jahres auf dem FDP-Landesparteitag. Dies werde voraussichtlich morgen entschieden.
+++ Vor allem Nicht-Wähler konnte die AfD mobilisieren, zeigt eine Analyse der Wählerwanderung.
Schätzungsweise rund 157.000 Nicht-Wähler wählten nach Angaben von Infratest Dimap die AfD. 83.000 ehemalige CDU-Wähler gaben ihrer Stimme der AfD, aus dem FDP-Lager wanderten rund 19.000 Stimmen rüber.
+++ Der Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende Schulze hat die Niederlage seiner Partei eingestanden und der AfD zum Wahlsieg gratuliert.
Schulze ließ im ARD-Interview offen, wie er und die CDU weiter vorgehen werden.
Außerdem beklagte er die Folgen der Politik der Bundesregierung von Bundeskanzler Merz, die zu seiner Niederlage beigetragen habe. "Wir hatten oft Gegenwind und das war nicht immer ganz einfach." Er betonte, dass dies kein "schwarzer Tag" für Sachsen-Anhalt sei. "Ich sage, das ist Demokratie und die Menschen sind heute zur Wahl gegangen", betonte Schulze. Es gelte jetzt für diejenigen, die im Landtag Verantwortung trügen, aber auch über Sachsen-Anhalt hinaus, dass man mit Ergebnis umgehe und dass man dieses Zeichen auch erkenne.
Außerdem beklagte er die Folgen der Politik der Bundesregierung von Bundeskanzler Merz, die zu seiner Niederlage beigetragen habe. "Wir hatten oft Gegenwind und das war nicht immer ganz einfach." Er betonte, dass dies kein "schwarzer Tag" für Sachsen-Anhalt sei. "Ich sage, das ist Demokratie und die Menschen sind heute zur Wahl gegangen", betonte Schulze. Es gelte jetzt für diejenigen, die im Landtag Verantwortung trügen, aber auch über Sachsen-Anhalt hinaus, dass man mit Ergebnis umgehe und dass man dieses Zeichen auch erkenne.
+++ AfD-Co-Chef Chrupalla kündigt an, dass die AfD im Falle einer Regierungsbildung erst einmal „einen Kassensturz“ in Sachsen-Anhalt vornehmen werde.
Erst dann könne man sehen, was sich vom Wahlprogramm wirklich umsetzen lasse, sagt er in der ARD. Er warf Kanzler Merz zudem vor, die Ostdeutschen schlecht behandelt zu haben. Dafür bekomme Merz nun die Quittung. Er habe sie als „Wutbürger“ beleidigt und gesagt, dass man den Ostdeutschen mehr erklären müsse. „Für die Schwererziehbaren im Osten braucht man mehr Erklärungen“, sei die Botschaft gewesen. Der Kanzler habe die Ostdeutschen als Teil Gesamtdeutschlands nie akzeptiert.
+++ SPD-Co-Chef Klingbeil sieht in der Politik der Bundesregierung einen Grund für das Wahlergebnis.
Die Zahlen seien "auch ein Signal an Berlin", sagte Klingbeil im ZDF. Viele Menschen seien unzufrieden mit dem Reformkurs. Das Ergebnis sei ein Grund, über die Politik der Bundesregierung nachzudenken. "Und seien Sie sich sicher, das werden wir auch tun."
+++ Die CDU hat der Wahlanalyse der ARD zufolge vor allem bei den jungen Wählerinnen und Wählern schlecht abgeschnitten.
Bei den 18- bis 24-Jährigen erhielt die Partei von Ministerpräsident Schulze nur fünf Prozent der Stimmen. Die AfD war auch in dieser Altersgruppe mit 42 Prozent die stärkste Partei. Auf Platz zwei lag die Partei die Linke mit 17 Prozent, auf Platz drei die Grünen mit 13 Prozent.
Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




