
Zwar müsse man sich um die hohe Zahl der Krankentage in Deutschland durchaus kümmern, sie zweifele jedoch, ob die Erste-Tag-Regelung dafür das richtige Instrument sei. Wenn von nun an Menschen die Wartezimmer füllen würden, die besser zu Hause blieben, sei das "nicht die günstigste Ausgestaltung" der Regel.
Rehlinger: Ursachen für Krankenstand bekämpfen
Die saarländische Ministerpräsidentin rief außerdem dazu auf, die Ursache der hohen Krankentagszahl zu überprüfen, um so besser gegenwirken zu können. Sie nannte die geplante Regelung einen der "problembehafteten" Punkte im Reformpaket.
Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Schwartze, ebenfalls SPD, kritisierte in den Funke-Medien, die Regelung sei eine unnötige Belastung für alle und erhöhe die Ansteckungsgefahr. Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels, Radtke, sagte dem "Spiegel", der politische Streitwert scheine in keinem gesunden Verhältnis zu den vermeintlichen Verbesserungen zu stehen.
Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hatte sich diese Woche auf Änderungen bei der Krankschreibung geeinigt. Künftig sollen Beschäftigte diese bereits ab dem ersten Tag vorlegen. Unklar ist, wie genau dies geregelt werden soll.
Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
