Fall Marko Rupnik
Missbrauchte Ordensschwestern fordern Konsequenzen von der katholischen Kirche

Mehrere von Missbrauch betroffene Ordensfrauen drängen auf Konsequenzen in der katholischen Kirche.

    Zwei Ordensschwestern sitzen im Dom.
    (Symbolbild). Missbrauch innerhalb der Kirche: Auch Nonnen gehören zu den Opfern. (dpa / Rolf Vennenbernd)
    Eine grundlegende Änderung des Kirchenrechts sei nötig, sagte das mutmaßliche Opfer, Fabrizia Raguso. Erwachsene Frauen würden darin als Komplizinnen angesehen. Ein großes Anliegen sei es, dass auch der psychologische und spirituelle Missbrauch von Erwachsenen anerkannt werde. Raguso und andere Ordensfrauen äußerten sich in einer ausführlichen Podcastreihe des Deutschlandfunks zu den Vorwürfen gegen den slowenischen Priester, Ex-Jesuiten und Mosaikkünstler Marko Rupnik.
    Der Jesuitenorden in Rom bestätigte auf Anfrage, er habe mit 20 Frauen in Kontakt gestanden, die der 71-Jährige in den vergangenen Jahrzehnten mutmaßlich missbraucht haben soll. Unklar bleibt die Rolle des verstorbenen Papsts Franziskus, dem Rupnik offenbar gut bekannt gewesen ist. Eine Ordensschwester, der Rupnik den Finger gebrochen haben soll, betonte, sie erwarte vom Vatikan und auch von Papst Leo, dass sie hinschauten und im Sinne der Gerechtigkeit handelten. - Rupnik, dem alle genannten Vorwürfe detailliert vorgelegt wurden, reagierte auf die Anfragen des Deutschlandfunks nicht.
    Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.