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StartseiteSport am WochenendeVorerst keine WM in Belarus24.01.2021

Moderner FünfkampfVorerst keine WM in Belarus

Nach der Eishockey-WM-Absage wird es auch keine WM im Modernen Fünfkampf in Belarus geben. Es handele sich bei dieser Entscheidung jedoch ausdrücklich um eine Verschiebung, sagte Klaus Schormann, Präsident des internationalen Verbandes des Modernen Fünfkampfs, im Dlf.

Klaus Schormann im Gespräch mit Raphael Späth

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Die deutsche Moderne Fünfkämpferin Annika Schleu beim Fechten. (imago images / AFLOSPORT)
In Belarus wird vorerst keine WM im Modernen Fünfkampf stattfinden. (imago images / AFLOSPORT)
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Auslöser für die Entscheidung ist das rigide Vorgehen der Regierung gegen die schon seit Sommer 2020 anhaltenden Proteste in Belarus. Die Demonstrierenden werfen Präsident Lukaschenko Wahlmanipulation vor und fordern seinen Rücktritt. 

Forderungen nach einer Absage der Weltmeisterschaften im Modernen Fünfkampf kamen von mehreren Seiten - auch aus Belarus selbst. In einem Offenen Brief haben mehr als 1200 Sportlerinnen und Sportler der Belarusian Sport Solidarity Foundation (BSSF) Schormann aufgefordert, Belarus die WM zu entziehen.

"Die UIPM darf Lukaschenkos gewalttätiges Regime nicht mit der Ausrichtung derart großer Turniere in einem Land belohnen, in dem die Bürger ausschweifender Gewalt, Folter und Diskriminierung durch die Behörden ausgesetzt sind und fast 200 politische Gefangene im Gefängnis festgehalten werden", heißt es in der Stellungnahme aus Belarus, aus der die Nachrichtenagentur SID zitiert.

Verschoben - nicht abgesagt

Dass Weltmeisterschaften im Modernen Fünfkampf in Belarus stattfinden, solange Lukaschenko noch an der Macht ist, "kann ich mir nicht vorstellen", sagte Klaus Schormann in der Sendung "Sport am Sonntag".

Sollten sich die politischen Verhältnisse im Land ändern, sei auch eine WM wieder möglich und denkbar, erklärte der Präsident des internationalen Dachverbandes des Modernen Fünfkampfs UIPM. "Wir haben mit der Politik nichts zu tun, sondern wir arbeiten mit unseren Verbänden", so Schormann, "deshalb war es unsere Entscheidung, nicht den Verband zu schädigen." Man habe daher "einstimmig entschieden", die Weltmeisterschaften zu verschieben - nicht abzusagen.

Er habe über diese Entscheidung auch mit Funktionären, Athleten und Atlethinnen aus Belarus gesprochen, so Schormann, und sei auf Verständnis gestoßen: "Die sagen: Wir verstehen das völlig, dass ihr so handeln müsst. Aber bitte vergesst uns nicht." Schorman erklärte, der internationale Dachverband wolle niemanden ausschließen oder abstrafen, nur weil er oder sie aus Belarus kommt. "Das muss man trennen."

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