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Mozartfest Würzburg 2017"Es war einmal…"

Märchenwelten aus Vergangenheit und Gegenwart beschwörten drei Weltklassemusiker im Kaisersaal des Würzburger Residenzschlosses. Vertraute Klänge waren dabei, aber auch unheimliche bis bedrohliche.

Am Mikrofon: Sylvia Systermans | 10.05.2018

Der Komponist und Klarinettist Jörg Widmann.
Der Komponist, Klarinettist und Dirigent Jörg Widmann (dpa / Andreas Gebert)
"Es war einmal ..." Drei magische Worte. Die "5 Stücke im Märchenton" von Jörg Widmann entführen uns in den fernen Orient, in klirrend kalte Eiswelten und in eine turbulente Liebesgeschichte - als "naiv-fantastischer Gegenentwurf zu unserer realen Welt", so Widmann. Inspirieren ließ er sich von den "Märchenerzählungen" für Klarinette, Viola und Klavier von Robert Schumann; Musik, unter deren harmloser Oberfläche es brodelt und faucht. Als Max Bruch seine "8 Stücke" für dieselbe Besetzung schrieb, hatte er einen außerordentlichen Klarinettisten im Ohr: seinen Sohn Felix. Innige Freundschaft regte Mozart zu seinem berühmten "Kegelstatt"-Trio an. Und Freundschaft verbindet auch die drei Solisten des Konzerts, Jörg Widmann, Tabea Zimmermann und Dénes Váryon.
Robert Schumann
"Märchenerzählungen"
4 Stücke für Klarinette, Viola und Klavier, op.132
Jörg Widmann
"Es war einmal ..."
5 Stücke im Märchenton für Klarinette, Viola und Klavier
Deutsche Erstaufführung
Max Bruch
8 Stücke für Klarinette, Viola und Klavier, op.83 (Auswahl)
Wolfgang Amadeus Mozart
Trio für Klavier, Klarinette und Viola Es-Dur, KV 498
"Kegelstatt"
Jörg Widmann, Klarinette
Tabea Zimmermann, Viola
Dénes Várjon, Klavier
Aufnahme vom 20.06.2017 aus der Würzburger Residenz, Kaisersaal