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StartseiteMusikjournal"Ein Orchester ist eine hoch wechselhafte und komplexe Beziehung"24.09.2018

Münchner Philharmoniker Pretzel "Ein Orchester ist eine hoch wechselhafte und komplexe Beziehung"

Ein Dirigent vermittle selbstverständlich gegenüber einem Orchester seine Anschauung, erklärte Bratschist Gunter Pretzel von den Münchner Philharmonikern im Dlf. "Aber er wird nie gegen das Orchester dirigieren können." Zudem funktioniere die Zusammenarbeit nur mit einer herrschaftsfreien Kommunikation.

Gunter Pretzel im Gespräch mit Jochen Hubmacher

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Die Münchner Philharmoniker spielen unter der Leitung von Valery Gergiev am 06.03.2015 in München (Bayern) in der Philharmonie im Gasteig.  (picture alliance/dpa - Felix Hörhager)
In diesem Jahr feiern die Münchner Philharmoniker ihr 125-jähriges Bestehen (picture alliance/dpa - Felix Hörhager)
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Die Machtfrage sei im Orchester eine sehr diffizile und hochkomplexe Angelegenheit, so Gunter Pretzel, der seit mehr als 30 Jahren Viola bei den Münchner Philharmonikern spielt. "Es gibt Orchester, die reagieren sehr direkt auf einen Dirigenten. Und es gibt Orchester - und da zähl ich unser Orchester dazu - die eine sehr starke Binnendynamik haben." Dadurch würden Orchester unterschiedlich klingen. Der Dirigent sei schlecht beraten, so der Musiker, "wenn er meint, ein Orchester wäre wie ein Sportwagen, den er hier und dahin lenken kann. Es hat vielleicht eher etwas von einem großen Schiff."

Um Macht ging es auch beim Symposium "Musik macht Politik. Politik macht Musik" anlässlich des 125-jährigen Orchesterjubiläums der Münchener Philharmoniker. Die Veranstaltung wurde unter anderem von Gunter Prezel organisiert und fand an der Akademie für politische Bildung in Tutzing statt.

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