Musik-Panorama 

Neue Dlf ProduktionL’Arte della Scordatura

Die Geigerin Mayumi Hirasaki beim Spiel, den rechten Arm mit dem Bogen in der Hand hoch erhoben, umgeben von Schwarz. (Mathias Marx)

Eine "verstimmte" Violine kann besonders schön klingen. Das beweist Mayumi Hirasaki auf ihrer jüngsten CD, die sie gänzlich dem Phänomen der "Skordatur" gewidmet hat. Mit jeder barocken Sonate eröffnen sich neue Klangwelten.

Beitrag hören

Festival Alte Musik Knechtsteden liveKünstlerisches Rheinland

In der Vogelperspektive: Vier Sängerinnen und Sänger stehen um einen Flügel herum, daran sitzen zwei junge Frauen. (Deutschlandradio/Thomas Kujawinski)

In den bürgerlichen Salons zu Anfang des 19. Jahrhunderts lebte die Kunst: Profis und Laien machten gemeinsam Musik und entwickelten sie weiter. Dieses Live-Konzert aus dem Dlf Kammermusiksaal gibt einen Eindruck, wie sich ein Abend im Salon angehört haben könnte.

Beitrag hören

Gesprächskonzert mit Countertenor Valer SabadusDie Kunst der hohen Stimme

Ein braunhaariger Mann in hellblauem Hemd singt mit geschlossenen Augen in einem mit Backsteinen gemauerten, großen Raum. (Sonja Werner)

Die hohen Stimmen der Countertenöre berühren und bezaubern, rufen seit über 400 Jahren starke Emotionen hervor. In Konzertmoderationen, Anekdoten und Musik geht Countertenor Valer Sabadus der Faszination dieser ganz besonderen Klangästhetik bei Kastraten, Countertenören und Popstars nach.

Beitrag hören

Adam Fischers Mahler-ZyklusAuf der Zielgeraden

Ein älterer Mann in Frack steht mit erhobenem Taktstock vor einem Orchester. (Susanne Diesner)

Das Publikum in der Düsseldorfer Tonhalle und die internationale Musikkritik sind gleichermaßen begeistert von Adam Fischers Mahler-Zyklus mit den Düsseldorfer Symphonikern. Das CD-Projekt, das in Kooperation mit dem Deutschlandfunk, entstand, biegt nun mit Mahlers „Auferstehungssinfonie“ auf die Zielgerade ein.

Beitrag hören

Festival Alte Musik Knechtsteden 2020Barocke Lustbarkeiten

Frau spielt auf zwei Blockflöten gleichzeitig vor Notenständern und Mikrofonen (Dlf / Thomas Kujawinski)

„Nacht und Stürme werden Licht“, dieses Zitat aus Beethovens Chorfantasie ist Motto des Festival Alte Musik Knechsteden 2020. Dorothee Oberlinger und Dmitry Sinkovsky eröffnen das Festival mit einem stürmischen Programm zwischen Ausgelassenheit und Wahnsinn.

Beitrag hören

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk KammermusiksaalMomente des Innehaltens

Porträt einer jungen Frau mit schwarzen Haaren, die vor rotem Bildhintergrund steht und in die Kamera blickt. (_c_A2_Photography)

Erinnern und Reflektieren wurden für die Pianistin Sophie Pacini zuletzt immer wichtiger. Ihr neues Album "Rimembranza" ist voller persönlicher Rückblicke, betrachtet jedoch auch, wie andere Komponisten erinnerten.

Ghost Festival der Spannungen:KünstlerGöttliche Ewigkeit

Eckige Farbflecken definieren die Glasfenster eines großen Raums, in dem man noch große flache Lampen hängen sieht. (Gregor Bühl)

Eine ergreifende Vision schrieb Olivier Messiaen mit seinem "Quartett für das Ende der Zeit". Beim Ghost Festival in Berlin spielten die Künstler das Werk ohne Publikum. Die Atmosphäre? Magisch geisterhaft.

Beitrag hören

Ensemble NeoBarock: Live im DLF KammermusiksaalFranzösisch funkelt der Alte Fritz

Mitglieder eines Klavierquintett mit ihren Instrumenten auf der Bühne  (Peter C. Theis)

Die Grenzen sind dicht, doch die Gedanken frei. So dachte das Ensemble NeoBarock während des Stillstands – und hat sich fürs „Geisterkonzert“ im Deutschlandfunk eine Fantasiereise durch Europa um 1700 ausgedacht.

Kunstliedfestival "Der Zwerg"Ein Auftritt als Mutmacher

Zwei Frauen als Liedduo musizieren auf einer fast ebenerdigen Bühne, im Saal verteilt sitzt das Publikum coronabedingt nur zu zweit oder dritt.  (Der Zwerg - Das Kunstliedfestival)

Lieder entführen in eigene kleine Welten. Wie in der Lyrik ist dort alles möglich, nichts undenkbar. Beim Liedfestival "Der Zwerg" in Sindelfingen haben Sopranistin Sarah Wegener und Pianistin Doriana Tchakarova viele dieser Welten errichtet. Mit einem Ziel: Heiterkeit ausstrahlen und Mut machen.

Rameau, Pintscher und MozartTrügerische Träume

Eine junge Frau, von der Seite betrachtet, spielt mit viel Einsatz auf ihrem Cello. (imago/ZUMA Press)

Wenn Schnee fällt, entsteht so etwas wie bewegte Stille. In Matthias Pintschers Werk "un despertar" kann man sie hören und wie sich die klanggewordene Erinnerungen eines alten Mannes zwischen Traum und Wirklichkeit damit verbindet. Der Titel bedeutet so viel wie "Erwachen". Die Cellistin Alisa Weilerstein hat es erstmals in Deutschland aufgeführt.

Beethovenfest Bonn 2019Fragen des Menschseins

In einem Konzertsaal ist ein Orchester mit Chor seitlich zu sehen, der Dirigent steht rechts im Bild  (Thilo Ross)

Intensiv betreibt die Schola Heidelberg das Wechselspiel musikalischer Epochen. Renaissance, Barock und Neue Musik erhellen sich, kommentieren einander. Geleitet von Walter Nussbaum eröffnen die Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit dem ensemble aisthesis neue Klang- und Denkhorizonte.

Ghost Festival der Spannungen:KünstlerKammermusikfest fürs Radio

Auf einem schwarzen Flügel spiegeln sich farbige Lichtflecken von bunten Kirchenfenstern (Gregor Bühl)

Auch das diesjährige Festival "Spannungen" musste wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Die von Musikern wie Publikum so geschätzte Veranstaltung ersatzlos zu streichen, kam für Pianist Lars Vogt allerdings nicht in Frage.

Beitrag hören

20 Jahre Asasello QuartettDem Ungewohnten auf der Spur

Vier Personen sind auf einer kleinen Rollbühne unscharf zu sehen und spielen mit Inbrunst auf ihren Streichinstrumenten (Martin Rottenkolber)

Der packende wie kompromisslose Zugriff gehört zu seinen Markenzeichen. Was auch immer das Kölner Asasello Quartett spielt, es erscheint in neuem Licht – kontrolliert und entfesselt zugleich. Gewagt kombiniert werden Musik unterschiedlicher Epochen und Handschriften zum besonderen Erlebnis.

Beethoven Trio Bonn spielt TranskriptionenSinfonik für zu Haus'

Ein asiatischer Mann sitzt mittig auf einem großen Korbsessel, im Hintergrund stehen zwei Männer mit westlichem Aussehen. Der linke hält eine Geige in der Hand, der rechte ein Cello. (Kai Müller)

Eigentlich war Beethoven kein Freund von Bearbeitungen seiner Werke, vor allem wenn anderen Komponisten sie schrieben. Aber gelegentlich legte er selbst Hand an, etwa bei der Transkription seiner 2. Sinfonie, die das Beethoven Trio Bonn nun auf CD veröffentlicht hat.

Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal"Schubert fiel nicht vom Himmel"

Eine Frau mit Geige (links) und eine Frau mit Cello (rechts) sitzen um ein altmodisches Klavier herum, an dem ein grauhaariger Mann sitzt. Alle lachen in die Kamera. (Arnd Richter)

Wiener Klassiker wiederentdeckt: Das Trio 1790 stellt drei brillante Klaviertrios von Leopold Kozeluch aus den 1780er-Jahren vor.

Neue Deutschlandfunk-ProduktionenSchubert im Schattenkampf

Ein älterer Herr in hellblauem Hemd und dunkelblauem Strickpullover hat die Hände vor das Gesicht und einen Taktstock zum Dirigieren gehalten und blickt gespannt aus dem Bild.  (picture alliance / dpa /  H.J. Wöstmann )

Im Rückblick scheint Beethoven das Maß aller Dinge für seine komponierenden Zeitgenossen in Wien gewesen zu sein. Auch für Franz Schubert. Doch wichtige Impulse für Schuberts Musik kamen aus Italien. Heinz Holliger und das Kammerorchester Basel zeigen dies auf ihrer neuen CD.

Dlf FörderpreisträgerJunger Entdecker

Ein junger Mann in Anzug und Krawatte steht vor einem geöffneten Flügel und singt mit leicht geöffnetem Mund. (Niklas Wolff)

Der Komponist Othmar Schoeck war vor gut hundert Jahren sehr bekannt, heute dagegen fast vergessen. Der junge Bariton Äneas Humm setzt sich für ihn ein und weiß, was Schoeck als Liedkomponist auszeichnet. In seinem Konzert brachte er daneben auch noch sehr berühmte Lieder mit.

Rheingau Musikfestival 2019Ein eigener Kosmos

Ein junger Mann mit schwarzen Haaren und in schwarzem Hemd steht in einem lichten Wald und schaut entspannt Richtung Himmel. (Jean-François Mousseau)

Ein eigensinniges Programm eines Pianisten, der auch genau so seinen Weg geht: Kit Armstrong kombiniert Werke von William Byrd mit denen von Schubert und Liszt. Musik über die Jahrhunderte hinweg, gespielt von einem jungen Mann, der Klanggewalt und Feinsinn beherrscht.

Heidelberger Künstlerinnenpreis 2020"Klang ist Bewegung"

Links hält eine Frau einen Blumenstrauß in der Hand, rechts von ihr stehen zwei Herren im Anzug mit Mikrofon in der Hand, einer davon hält eine Ansprache. Im Hintergrund ist ein Orchester im Ausschnitt zu sehen. (Susanne Reichardt)

Seit 1987 fördert der von Roswitha Sperber initiierte "Heidelberger Künstlerinnenpreis" komponierende Frauen der Gegenwart. Im Februar 2020 Jahr wurde er zum 29. Mal verliehen. Im Konzert des Philharmonischen Orchesters Heidelberg erklang ein Werk der diesjährigen Preisträgerin Bettina Skrzypcak.

Italienische Barockmusik von Monteverdi und ZeitgenossenFrühbarocker Funkenflug

Eine Frau mit langen, braunen Haaren schaut in die Kamera. (dpa-Zentralbild / Karlheinz Schindler)

Blockflötistin Dorothee Oberlinger und Countertenor Dmitry Sinkovsky entdecken mit dem Ensemble 1700 die unsterblichen Leidenschaften des italienischen Frühbarock. Eine neue CD-Produktion aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal.

Mehr anzeigen