Musikjournal 

Buchbesprechung: Robert Schumann als Redakteur Mit spitzer Feder

Der Komponist Robert Schumann steht neben seiner Ehefrau, der Pianistin und Komponistin Clara Schumann, sie sitzt am Klavier, er schaut sie an, sie schaut beiseite und scheint den Klängen nachzulauschen. (imago images / Leemage)

Komponist Robert Schumann war über zehn Jahre lang Redakteur seiner eigenen "Neuen Zeitschrift für Musik" – und sein künstlerisches Schaffen wurde durch diese musikjournalistische Tätigkeit entscheidend mitgeprägt. Wie genau verrät ein neues Buch.

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Zukunft des Musikjournalismus"Wir sind genuin digital ausgerichtet"

Porträtaufnahme eines Mannes mit dunklem, kurz geschnittenem Vollbart, kurzen Haaren und braunen Augen, der direkt in die Kamera blickt. (Christine Fiedler)

Das Klassik-Magazin "VAN" erscheint als Online-Ausagbe, jedoch nicht gedruckt. Schwarze Zahlen schreibt es mittlerweile nur, berichtet Herausgeber Hartmut Welscher, weil es mit anderen Projekten querfinanziert wird. Eine Herausforderung, die er für den gesamten Journalismus von heute sieht.

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Schubert-Woche im Pierre Boulez-Saal"Ihr seid doch noch Künstler!"

Saalansicht eines geschwungenen Konzertraumes mit roten Sesseln, die ovalförmig um die Bühne angeordnet sind. Auf dem Parkett steht ein Flügel, mehrere Menschen und zwei Kameras.  (Peter Adamik)

Ja, in Berlin hat wirklich ein Live-Festival stattgefunden! Zum dritten Schubert-Festival kamen namhafte Künstlerinnen und Künstler und Nachwuchs. Alle traten zwar ohne Publikum auf, waren aber online erlebbar. Ein Ereignis, das Kunst und Publikum guttat.

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Zukunft des Musikjournalismus"Niemand kann ganz objektiv sein, wenn es um Musik geht"

Zwei Violinisten in einem Konzert  (picture alliance / VisualEyze | Felbert+Eickenberg)

Für den US-amerikanischen Musikkritiker ist es notwendig, Musik aus ihrem Kontext heraus zu verstehen. Sie sollte nicht als Kunst behandelt werden, die nur in ihrer Sphäre agiere, sagte Ross im Dlf. Zudem müsse die eigene Persönlichkeit in Texten gezeigt werden, denn das fessele die Leser.

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Online-AusstellungIranische Komponistinnen und ihr Weg von der Idee zum Klang

Leeres Notenpapier liegt auf einem hellen Holztisch. Daneben liegen ein Kugelschreiben, ein leeres Notizbuch und ein Smartphone mit Kopfhörern. (imago images / agefotostock)

Die Online-Ausstellung "Rooted in Iran" zeigt Skizzen, Zeichnungen und Notizen von iranischen Komponistinnen, die unter anderem in Teheran, Kanada und Deutschland leben. Die Berliner Komponistin Ruth Wiesenfeld hat gemeinsam mit der Iranian Female Composers Association IFCA die Werke ausgewählt.

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Studie zu Corona-InfektionsgefahrAerosol-Verteilung in Konzertsälen minimal

Rote Stühlen stehen in Reihen in einem leeren Saal. (picture alliance / Imagebroker)

Eine neue Studie liefert zum ersten Mal Ergebnisse über die Aerosol-Verbreitung in Konzertsälen und zeigt: Die Aerosol-Verteilung auf direkten Nachbarplätzen ist minimal. Die Untersuchung liefert damit gute Argumente für die Wiedereröffnung von Konzerthäusern nach dem Lockdown.

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Zukunft des MusikjournalismusMusikkritik sollte „eine Orientierung geben“

Verschwommen lässt sich im Hintergrund ein Orchester erahnen. Davor der Hals eines Instruments. (Unsplash / Manuel Nägeli)

Musikkritik habe mit Kompetenz und Professionalität zu tun, sagte die Musikjournalistin Christine Lemke-Matwey im Dlf. Persönlichkeit und der persönliche Ton machten einen guten Musikjournalismus aus. Aufgabe sei es, im Musikbetrieb Orientierung zu bieten und Urteile zu fällen.

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Stadt kauft Kunstwerke anWagner-Denkmal kehrt zurück nach Leipzig

Kerstin Sieblist, Kuratorin am Stadtgeschichtliches Museum Leipzig, mit einem Wagner-Relief aus Gestein. (Stadtgeschichtliches Museum Leipzig)

Zwei Reliefs eines nie errichteten Wagner-Denkmals sind zurück in Leipzig. Der Bildhauer Emil Hipp hatte sie vor über 80 Jahren für den Richard-Wagner-Hain geschaffen, nun sollen die lange verschwundenen Werke ein zwiespältiges Kapitel der Musikgeschichte Leipzigs dokumentieren.

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Editorisches GroßprojektErste kritische Gesamtausgabe der Werke Korngolds

Komponist Erich Wolfgang Korngold lächelt in einer schwarz-weißen Porträtaufnahme. (Franz Lowy / Leemage / imago-images)

Erich Wolfgang Korngolds Musik erlebt eine Renaissance auf Opern- und den Konzertbühnen. Nun soll in den kommenden 25 Jahren die erste kritische Gesamtausgabe des Komponisten aus dem 20. Jahrhundert entstehen. Zum Teil soll die Edition digital verfügbar sein und dafür neue mediale Formate entwickelt werden.

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Zukunft des Musikjournalismus„Digitale Doofheit ist keine Option“

Der deutsche Autor, Univ.-Prof. Dr. phil. Holger Noltze, aufgenommen am 14.03.2013 in Leipzig (Sachsen) auf der Buchmesse. Foto: Marc Tirl | Verwendung weltweit (dpa-Zentralbild)

Im Bereich der Klassischen Musik würden die Möglichkeiten der digtialen medialen Welt oft nicht ausgenutzt, sagte Journalist und Professor für Musikjournalismus, Holger Noltze, im Dlf. Er erkennt eine gewisse Einfallslosigkeit und Vorbehalte gegenüber dem Internet, die überwunden werden sollten.

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Music Traveler und CoronakirseGegen die Gratiskultur von Musikstreaming-Plattformen

Der russisch-deutschen Geiger, Komponisten, Dirigenten und Schauspieler Aleksey Igudesman in weiß-blauen Hemd und mit Mütze spielt im August 2020 Geige und kneift die Augen dabei zusammen. (imago images / Rudolf Gigler)

Über die Plattform Music Traveler bietet Geiger, Komponist und Comedian Alexej Igudesman die Vermittlung von Probenräumen für Musiker an. Mit der Coronakrise haben er und sein Start-up aus Wien das Angebot erweitert: Musiker können Videostreams zur Verfügung stellen und damit Geld verdienen.

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Metropolitan Opera in der Coronakrise"Die Auswirkungen sind verheerend"

Menschen stehen im Dunklen vor einem Springbrunnen und blicken in die fünf hell erleuchteten, großen bogenförmigen Fenster des Metropolitan Opera House in New York City. (imago / Imagebroker)

Etwa 150 Millionen Doller habe die Metropolitan Opera seit Beginn der Corona-Pandemie verloren, sagte ihr Generalintendant Peter Gelb im Dlf. Derzeit müsste das privat finanzierte Opernhaus fast ausschließlich auf Spenden setzen. "Es ist ein Kampf, damit wir diese Krise unversehrt überstehen."

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Orgel: Instrument des Jahres 2021"Ein faszinierendes klangliches Kaleidoskop"

Der Organist Winfried Bönig in Köln (dpa/ Oliver Berg)

Sie werde in ihrer Vielfalt und in ihren Möglichkeiten immer noch zu wenig wahrgenommen, sagt der Kölner Domorganist und Hochschulprofessor Winfried Bönig über die Orgel. Für das Orgeljahr 2021 wünscht er sich vor allem Publikum: "Musik ist eine Sprache und wir wollen kommunizieren. Dazu brauchen wir die Menschen".

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Buch über Beethovens Diabelli-VariationenEin Blick ins Offene

Eine Frau blättert in Bonn in Notenblättern - Faksimile der Diabelli-Variationen von Beethoven. (Barbara Frommann/dpa)

Wie eine Art Metatext, der sich um die einzelnen Variationen legt - so wirkt Michel Butors "Dialog mit 33 Variationen von Ludwig van Beethoven über einen Walzer von Diabelli". Mit seinen sprach- und bildgewaltigen Ausführungen hat der Schriftsteller bereits in den 1970er-Jahren begonnen. Erst jetzt sind sie auf Deutsch erschienen.

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Neues BuchPanorama der Musik Europas

Bücher auf einem Bücherstapel. (Joker/dpa/picture-alliance )

Die „Kulturgeschichte der europäischen Musik“ von Gernot Gruber ist eine Quintessenz seiner Vorlesungen, Seminare und Publikationen. Der Musikwissenschaftler erzählt nicht chronologisch und hinterfragt gängige Epochengliederungen. Das Buch ist ein großer Wurf, aber auch anstrengende Lektüre.

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LeipzigAndreas Reize wird neuer Thomaskantor

Der Thomanerchor unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz (l) eröffnet in der Thomaskirche Leipzig das Bachfest 2019.  (picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Hendrik Schmidt)

Der 18. Thomaskantor in Leipzig nach Johann Sebastian Bach wird Andreas Reize. Der Katholik kommt aus der Schweiz und galt als Außenseiter für dieses protestantisch geprägte Amt. Er konnte die Auswahlkommission offenbar vor allem durch pädagogische Qualität überzeugen.

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Digitale Notentexte Eine App soll für Erleichterung sorgen

Noten von Franz Schuberts "Winterreise", op. 89 als Faksimile, Urtext-Ausgabe sowie auf einem Tablet (Thilo Braun)

Wie kann man die schweren Partituren überflüssig machen, die Musiker mit sich herumschleppen? Mit digitalen Musiktexten. Nun hat ein Startup eine App entwickelt, die noch mehr können soll, als nur die Noten auf dem Tabletcomputer darzustellen.

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