Musikjournal 

Tsinandali Festival 2020Souveräne Größen und ein neues Musikwunder

Tsinandali Museum und Landschaftspark (Johannes Janssen)

Martha Argerich, Nelson Goerner, Alexandre Kantorow: Schon mit diesen drei Namen waren die Voraussetzungen für ein Musikwochenende in Georgien auf Premium-Niveau erfüllt. Für eine große Überraschung sorgte jedoch ein Gast, der noch besser komponiert, als er Klavier spielt: Der 11-jährige Tsotne Zedgenidze.

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Mussorgskis "Boris Godunow" in Zürich Faszinierender Klang - per Glasfaserkabel

Eine Frau mit blonden langen Haaren sitzt auf einem von mehreren goldenen Stühlen, dahinter steht ein schwarzgekleideter Mann und hebt singend die Arme. (Opernhaus Zürich/ Monika Rittershaus)

Große Oper mit Chor und Orchester sind aufgrund der Corona-Einschränkungen zurzeit nicht möglich. Das Opernhaus Zürich hat sich deshalb für Mussorgskis "Boris Godunow" ein besonderes Konzept überlegt. Beide Ensembles agierten im geräumigen Probenraum drei Kilometer entfernt - und wurden per Glasfaserkabel übertragen.

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Mitmach-App PARTiIch bau mir mein Konzert

Ein Smartphone liegt auf einem Holztisch, die App PARTi ist geöffnet. (Deutschlandradio/Kathrin Hof)

Kreativ oder ganz praktisch: Mit der App PARTi können Interessierte Konzerte aktiv mitgestalten. Das Hamburger Kultur- und Bildungsprojekt Tonali verspricht sich davon einen neuen Zugang zu jungem Publikum. Zahlreiche Opernhäuser und Festivals haben bereits Interesse an der App angemeldet.

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Corona-PandemieDresdner Sinfoniker spielen Hochhauskonzert

Das Publikum sitzt - mit Abstand - auf Stühlen beim Hochhaus-Konzert der Dresdner Sinfoniker. (Deutschlandradio/Claus Fischer)

Unter freiem Himmel und mit viel Abstand haben die Dresdner Sinfoniker zum Konzert in den Stadtteil Prohlis geladen: Alphornisten und Blechbläser spielten auf den Dächern der Plattenbau-Siedlung. Nicht nur für das Publikum eine spannende Erfahrung.

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CoronavirusAuf der Suche nach Filtern für Blasinstrumente

Großaufnahme des Horns, bei dem die vielen Blechröhren zur Geltung kommen. (imago images / Fraser Band)

Beim Spielen von Blasinstrumenten wird Atemluft in den Raum transportiert. Aufgrund des Coronavirus sucht die Staatskapelle Weimar mit der Bauhaus-Universität nach Möglichkeiten, die Verbreitung der Atemluft zu verringern. Dabei wird auch mit dem Papier von Küchenrollen experimentiert.

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Orchestergeschichte und FestkonzertBerliner Staatskapelle feiert 450-jähriges Bestehen

Ein Mann mit grauen Haaren steht inmitten eines Orchesters auf einem Pult und dirigiert. (Imago / POP-EYE / Christina Kratsch)

Die Berliner Staatskapelle gehört zu den ältesten Orchestern der Welt. 1570 gegründet feierte der Klankörper sein 450-jähriges Jubiläum mit einem Festkonzert, bei dem unter anderem ein Auftragswerk von Jörg Widmann uraufgeführt wurde.

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Musikabend "molto agitato" in HamburgVon Händel zu Weill - erregt durch die Musikgeschichte

Ein Mann in weißem Unterhemd steht vor einer Leinwand, auf der ein Mann in Nahaufnahme zu sehen ist, der mit Pistole mit einer auf den Mann in Unterhemd zu zielen scheint. (Staatsoper Hamburg / Monika Rittershaus)

Ein Mix aus Konzert, Lied und Musiktheater: Für die Staatsoper Hamburg entwickelte Frank Castorf einen Abend mit Musik von Händel, Ligeti, Brahms und Kurt Weill. Die musikalische Umsetzung unter Kent Nagano war auf höchstem Niveau – bei der Inszenierungen zeigten sich jedoch Schwächen.

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Köthener Bachfesttage 2020Durch Bachs Musik Nähe herstellen

Eine Frau mit kurzen, blonden Haaren hält eine Geige in der linken Hand und steht in einem Schlosssaal vor einem Cembalo. Um sie herum verteilt sitzen Menschen mit viel Abstand und applaudieren. (Deutschlandradio / Claus Fischer)

Trotz Corona-Pandemie konnten die Köthener Bachfesttage stattfinden. Die Veranstalter haben dafür Konzepte für sichere Konzert-Aufführungen entwickelt, die großes Potenzial für die Zukunft haben – und trotz Abstandsregeln viel Nähe herstellen.

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Briefe an Beethoven„Lieber Ludwig, was weiß eine Maschine von der Schöpfung?“

Bestseller-Autor Moritz Rinke am 17.09.2013 in seiner Wohnung in Berlin. (picture alliance / Ole Spata)

Ludwig von Beethoven zu Gast auf einem Empfang der Deutschen Telekom – das stellt sich der Autor Moritz Rinke in seinem Brief an den Komponisten vor. Wie reagiert Beethoven wohl, wenn er dort erfährt, dass Künstliche Intelligenz im Auftrag des Telefonanbieters seine Zehnte Sinfonie komponiert hat?

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Deutsches Historisches MuseumBeethoven im Strom der Weltgeschichte

Gebäude des Deutschen Historischen Museums (DHM) in Berlin (picture alliance / Jens Kalaene)

Das Deutsche Historische Museum in Berlin hat in seiner Dauerausstellung Ludwig van Beethoven einen eigenen Themenpfad gewidmet. Doch ist der Komponist eigentlich nicht selbst das Hauptthema, zu erleben ist weiterhin vor allem Weltgeschichte.

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Briefe an Beethoven"Lieber Ludwig, Ihr Werk und Schaffen ist eine Naturgewalt"

Ein Mann mit mittellangen, dunklen Haaren steht in dunkler Kleidung vor einem dunklen Hintergrund und hält ein Cello in seiner linken Hand. (Marco Borggreve)

Der Cellist Nicolas Altstaedt drückt in seinem Brief an Ludwig van Beethoven seinen Dank und Veehrung aus. Altstaedt ist überzeugt, dass der Komponist mit seiner Musik zu allen Menschen dieser Welt spreche - "mit einer Direktheit und Universalität, wie es noch kein Mensch zuvor vermocht hat".

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Solidarischer Musikschulverein"WIMU ist mehr eine Familie als eine Schule"

Ein Schülerin der 6. Klasse spielt während des Musikunterrichts an der Kurfürst-Moritz-Schule auf einem Keyboard.  (picture alliance/ Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)

Aus Konzerten für Geflüchtete entstand 2015 in Würzburg ein besonderer Verein: Willkommen mit Musik - kurz WIMU. Die Unterrichtsgebühren für Gesangs- und Instrumentalunterricht richten sich bei WIMU nach den finanziellen Möglichkeiten der Schüler. Für viele Beteiligte ist WIMU mehr als eine Musikschule.

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Briefe an Beethoven"Lieber Ludwig, kennen Sie sich selbst?"

Der Schriftsteller Alain Claude Sulzer bei der Frankfurter Buchmesse 2012 (imago / Sven Simon)

Kürzlich hat Schriftsteller Alain Claude Sulzer eine Textfassung für das Ballett "Die Geschöpfe des Prometheus" geschrieben. Beethoven hatte dazu die Musik verfasst. In seinem Brief an Ludwig stellt Sulzer sich vor, wie es wäre, wenn der berühmte Komponist eine der vielen Beethoven-Biographien lesen würde.

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Festival in CoronazeitenSpannende musikalische Begegnungen in Hitzacker

Kuss Quartett spielt bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker (Musiktage Hitzacker / Heine )

Mit einem Sicherheitskonzept konnten die Sommerlichen Musiktage Hitzacker trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Die Jubiläumsausgabe hat nicht nur auf 75 Jahre Festival zurückgeblickt, sondern auch einige spannende Schwerpunkte gesetzt. Herausgekommen sind lauter kleine Festivals innerhalb eines Festivals.

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Briefe an Beethoven"Lieber Ludwig, besuch mich mal im Traum"

Zu sehen ist der Komponist Ludwig van Beethoven. Das Porträt wurde von August von Klöber angefertigt. (akg-images / August von Klöber)

Ärgert sich Ludwig van Beethoven, dass sein Jubiläumsjahr aufgrund der Corona-Pandemie verpufft, fragt die Cellistin Tanja Tetzlaff in ihrem Brief. Vielleicht lache der Komponist sich auch ins Fäustchen. Darüber würde die Cellistin gerne sprechen und hofft, dass Beethoven sie in ihren Träumen aufsucht.

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Styriarte 2020"Man hat ganz neue Formate gefunden"

Konzert der Schubertiade bei den Steierischen Festspielen 2020.  (Styriarte )

Orchesterkonzerte, Szenische Produktionen, Picknick-Konzerte: all das war für die Steirischen Festspiele 2020 in Österreich geplant. Wegen der Coronapandemie mussten die Veranstalter allerdings umdenken. Die RELOADED-Version des Festivals im Juli hat auch Dlf-Kritikerin Kirsten Liese überzeugt.

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