Deep-Fake
Nach Collien Fernandes' Vorwürfen gegen Ex-Mann Christian Ulmen: Hubig (SPD) fordert, Täter digitaler Gewalt sollen sich nicht mehr sicher fühlen

Bundesjustizministerin Hubig will Strafbarkeitslücken im Fall digitaler Gewalt schließen.

    Stefanie Hubig (SPD), Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, spricht während der Vorstellung eines kindgerechten Vernehmungszimmers am Potsdamer Amtsgericht.
    Vorstellung eines kindgerechten Vernehmungszimmers (Soeren Stache/dpa)
    Man wolle dafür sorgen, dass sich Täter nicht mehr sicher fühlen könnten. Sie müssten damit rechnen, dass sie bekannt und wirksam verfolgt würden, sagte Hubig den Sendern RTL und NTV.
    Zuvor hatte der "Spiegel" über Vorwürfe von Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen berichtet. Die Ministerin wollte sich nicht zu Einzelfällen äußern. Sie betonte jedoch, dass das Herstellen und Verbreiten von pornografischen Deepfakes unter Strafe gestellt werden solle. Die Betroffenen seien vor allem Frauen.
    Fernandes hat in Spanien, wo das Paar lebte, Anzeige gegen Ulmen eingereicht. Das Land geht seit langem dezidiert gegen geschlechtsspezifische Gewalt vor. Darunter fallen auch psychische Gewaltdelikte. Zudem wurden Deepfakes bereits juristisch verfolgt.
    Auch von Collien Fernandes waren jahrelang solche, mit Künstlicher Intelligenz erzeugte Bilder, im Umlauf. Gegenüber dem "Spiegel" erklärte sie nun, ihr Ex-Mann Christian Ulmen habe zugegeben, für die Verbreitung dieser Bilder über gefälschte Profile im Internet verantwortlich zu sein. Ulmen äußerte sich auf Anfrage des "Spiegels" nicht. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
    Diese Nachricht wurde am 20.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.