Ukraine-Krieg
Nach Gesprächen im Kreml: Russland stimmt direkten Verhandlungen mit USA und Ukraine zu

Nach dem Gespräch des russischen Präsidenten Putin mit den US-Vertretern Witkoff und Kushner in Moskau hat der Kreml seine Teilnahme an einem heutigen Treffen zu "Sicherheitsfragen" bekanntgegeben. Eine "Arbeitsgruppe" bestehend aus russischen, ukrainischen sowie amerikanischen Gesandten werde in Abu Dhabi zusammenkommen, sagte der russische Präsidentenberater Uschakow.

    Das Foto zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie er die US-Vertreter Steve Witkoff, Jared Kushner und Josh Gruenbaum im Senatspalast des Kremls begrüßt.
    In Moskau fanden Ukraine-Verhandlungen zwischen den USA und Russland statt. (dpa-news/Alexander Kazakov)
    Die russische Delegation werde angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes GRU, Kostjukow, erklärte Uschakow. Zuvor hatte bereits der ukrainische Präsident Selenskyj sein Team für die Gespräche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate benannt. Die USA sind als Vermittler mit dabei.
    Selenskyj teilte in einem Chat mit Journalisten mit, es werde in Abu Dhabi auch um Gebietsfragen gehen. Zugleich verkündete er, dass die Ukraine und die USA sich in der Frage von Sicherheitsgarantien geeinigt hätten. Das Thema sei "erledigt", erklärte Selenskyj nach einem Treffen mit US-Präsident Trump am Rande des Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Ein entsprechendes Dokument müsse noch von beiden Seiten unterzeichnet werden und gehe dann an die nationalen Parlamente. Eine Bestätigung von den USA gibt es bisher nicht.

    Uschakow: "Nützliche" Gespräche"

    Das Treffen in Moskau dauerte nach Kreml-Angaben etwa dreieinhalb Stunden – Witkoff und Kushner verließen den Kreml gegen drei Uhr Ortszeit. Uschakow bezeichnete die Verhandlungen als nützlich für beide Seiten. Präsident Putin habe betont, dass er aufrichtig an einer diplomatischen Beilegung des Konflikts in der Ukraine interessiert sei. Laut seinen Worten ist dafür aber nötig, dass die Führung des Nachbarlands sich auf die von Russland geforderten Gebietsabtretungen einlässt, erklärte Uschakow.
    Seit Monaten laufen intensive diplomatische Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs, der am 24. Februar 2022 begonnen hatte. Auf dem Tisch liegt eine überarbeitete Fassung eines ursprünglich von den USA vorgelegten Friedensplans.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.