
+++ Aus mehreren Ländern in der Golf-Region werden Explosionen gemeldet.
Nach einer Meldung der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars haben die Revolutionsgarden mehrere US-Militärstützpunkte unter Beschuss genommen. Die Ziele liegen der Nachrichtenagentur zufolge in Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Bahrain. Auch aus Saudi Arabien, Irak und Abu Dhabi wurden Explosionen gemeldet. Eine Bestätigung, dass es sich hierbei auch um einen Angriff des Iran handelt, gibt es bisher nicht.
+++ Die Bundesregierung beruft den Krisenstab ein.
Wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mitteilte, ist das Treffen für 12 Uhr angesetzt. Das Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region. Außenminister Wadephul sagte, man beobachte die aktuelle Situation genau.
+++ Der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter sieht den Angriff der USA und Israels auf den Iran als berechtigt an.
Er sagte dem Nachrichtenportal t-online, der Iran hintergehe seit Jahren das internationale Atomabkommen und vermittele den Eindruck, militärische Nuklearmacht zu werden. Der Militärschlag habe damit eine Berechtigung. Die FDP-Europapolitikerin Strack-Zimmermann äußerte die Hoffnung auf ein Ende des autoritären Regierungssystems im Iran.
Linken-Fraktionschef Pellmann verurteilte den Angriff hingegen. Er betonte, das Völkerrecht spiele "mal wieder" keine Rolle. Es gelte jetzt auf internationaler Ebene eine Eskalation zu verhindern; auch die Bundesregierung als enger Partner Israels stehe dabei in der Pflicht.
+++ Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs zum Gegenschlag ausgeholt.
Es seien Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden, teilte das Militär mit. Die iranischen Revolutionsgarden sprachen von einer "Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners", wie aus einer Mitteilung der staatlichen Nachrichtenagentur Irna hervorging.
+++ Die deutsche Botschaft in Tel Aviv fordert die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten.
"Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen", schreibt der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf X. In Israel wurde Luftalarm ausgelöst. Auch in mehreren Golfstaaten wurde vor iranischen Angriffen gewarnt. Dort befinden sich mehrere US-Militärbasen.
+++ Zahlreiche Fluggesellschaften haben aufgrund der Angriffe Flüge in den Nahen Osten abgesagt.
Ein Sprecher der Lufthansa sagte, der Flugverkehr von und nach Dubai sei heute und morgen unterbrochen. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv, Beirut und dem Oman würden bis zum 7. März gestrichen. Ähnlich reagieren Fluggesellschaften wie Virgin Atlantic, Air Arabia und Wizz Air. Momentan ist der Luftraum über Israel, dem Iran und dem Irak ohnehin für den zivilen Luftverkehr geschlossen.
+++ Im Iran hat das Gesundheitsministerium erste Maßnahmen getroffen.
Der Rund-um-die-Uhr-Betrieb in Kliniken werde aufrechterhalten, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Ebenfalls sollen landesweit ausgewählte Apotheken Tag und Nacht geöffnet sein. Ärzte und Personal im Gesundheitswesen solle sich in Bereitschaft halten. Kriegsverletzungen sollen kostenlos behandelt werden.
+++ Die USA beteiligen sich an dem Angriff auf den Iran.
Das bestätigte US-Präsident Trump in einer Videobotschaft. Er sagte, das US-Militär habe einen "großen Kampfeinsatz" im Iran begonnen. Ziel sei es, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen bauen könne. Man werde sowohl die Raketen als auch die Raketenindustrie des Landes zerstören. Gleichzeitig forderte Trump die Menschen im Iran dazu auf, die derzeitige Regierung zu stürzen.
+++ Der Iran ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars Ziel von massiven Cyberangriffen geworden.
Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe.
+++ Israel hat Luftangriffe gegen den Iran gestartet.
Israels Verteidigungsminister Katz sprach von einem "Präventivschlag", um Bedrohungen für Israel zu beseitigen. Weitere Einzelheiten gab der Minister zunächst nicht bekannt.
Diese Nachricht wurde am 28.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
