Dlf-Interview
Nach Rücktritt des Unionsfraktionschefs: Liminski (CDU): Spahn hat die Glaubwürdigkeitsfrage selbst beantwortet

Der CDU-Politiker und Chef der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei, Liminski, hat dem zurückgetretenen Unionsfraktionschef Spahn Respekt für diese Entscheidung gezollt. Spahn habe die Antwort auf die Glaubwürdigkeitsfrage selbst gegeben statt diese auszusitzen, sagte Liminski im Interview der Woche des Deutschlandfunks.

    Jens Spahn steht vor einer Wand mit dem Logo der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
    Jens Spahn (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Mit Blick auf den Wahlkampf in den Ländern im Osten sei es sicherlich wichtig, dass jetzt keine Hängepartie entstanden sei, so Liminski, der auch Landesminister im Kabinett von Nordrhein-Westfalens Regierungschef Wüst ist. Auf die Frage nach eigenen Ambitionen in Berlin sagte der Christdemokrat, seine Aufgabe im größten Bundesland erfülle ihn persönlich mit großer Freude.
    Spahn war gestern nach Kritik an seiner Elternschaft mithilfe einer Leihmutter zurückgetreten. Er hatte sich als Politiker zuvor wiederholt gegen die Legalisierung des Konzepts der Leihmutterschaft in Deutschland ausgesprochen. Bundeskanzler Merz will die Nachfolge dem Vernehmen nach noch bis zum Ende des Monats klären. Als mögliche Kandidaten werden unter anderem Kanzleramtschef Frei und CDU-Generalsekretär Linnemann gehandelt.
    Diese Nachricht wurde am 19.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.