
Zu dem Vorfall sei es während eines russischen Angriffs auf zivile Ziele und Infrastruktur in der Ukraine gekommen. Es sei das erste Mal seit Beginn des russischen Großangriffs, dass eine Drohne ein dicht besiedeltes Gebiet in Rumänien getroffen habe. Die Stadt Galati liegt an der Donau. Die Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine sind jeweils nur wenige Kilometer entfernt.
"Schwere Eskalation"
Das rumänische Außenministerium sprach von einer schweren und unverantwortlichen Eskalation durch Russland. Eine Sprecherin der NATO warf Moskau Rücksichtslosigkeit vor. Man werde die Verteidigung gegen alle Bedrohungen, einschließlich Drohnen, weiter stärken. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen kritisierte, Russland habe erneut eine Grenze überschritten. Der französische Europaminister Haddad sagte, Russland bedrohe die europäische Sicherheitsarchitektur. Er wies in diesem Zusammenhang auch auf in Rumänien stationierte französische Truppen hin.
Flugverteidigung nicht aktiviert
Nach Angaben des rumänischen Brigadegenerals Maxim konnten nahe Galati positionierte Flugverteidigungsanlagen nicht eingesetzt werden. Die Drohne habe sich nur wenige Minuten im rumänischen Luftraum befunden und sei sehr niedrig geflogen. Der Einsatz des US-amerikanischen Dronenabwehrsystems sei aufgrund der direkten Nähe zu der Großstadt zu gefährlich gewesen.
Ukrainische Angriffe in besetzen Gebieten in Donezk gemeldet
Bei einem Drohnenangriff des ukrainischen Militärs im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk wurden nach Angaben der dortigen Behörden drei Menschen getötet. Auch in der russischen Grenzregion Brjansk schlugen nach Angaben des Gouverneurs ukrainische Drohnen ein. Ein Mann sei dabei ums Leben gekommen.
Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






