
Unter anderem wird angeraten, die Stelle eines Resilienzbeauftragten auf Staatssekretärsebene zu schaffen. Er soll in der Senatskanzlei als ressort- und themenübergreifende strategische Schaltstelle fungieren. Außerdem wird die Einrichtung eines ständigen, technisch autarken Lage- und Krisenzentrums empfohlen. Es soll die bestehenden Lagezentren etwa von Feuerwehr und Polizei untereinander vernetzen und die Verbindung zum Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern gewährleisten. Nötig seien auch mehr Übungen als Vorbereitung auf Krisenfälle.
Vorschläge zur Stärkung der Resilienz in Berlin
Die Kommission empfiehlt außerdem, sogenannte "Resilienzhubs" einzurichten. Gemeint sind damit Versorgungsknoten, in denen knapp werdende Produkte wie Medikamente gelagert und verteilt werden können. Diese sollen, soweit möglich, selbst Energie erzeugen können. Empfohlen werden zudem "Katastrophenschutz-Leuchttürme", die als wohnortnahe Anlaufstellen dienen sollen, sowie sogenannte Kiezboxen. Dabei geht es um kleinteilige Kommunikations- und Informationsknoten im Quartier.
Mutmaßlich linksextremistischer Brandanschlag traf Berlin im Januar
Im Januar war es nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke in Berlin-Lichterfelde zu einem viertägigen Stromausfall im Südwesten Berlins gekommen. Davon waren rund 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbebetriebe betroffen. Die Täter sind noch unbekannt; es wird ein linksextremistischer Hintergrund vermutet.
Der Stromausfall habe eine Reihe von Schwachstellen im Umgang damit offengelegt, heißt es in dem nun vorgestellten Bericht. Sie reichten von unzureichender Kommunikation mit der Bevölkerung bis zu Mängeln bei der Notstromversorgung.
Hör-Tipp
Unser Landeskorrespondent Sebastian Engelbrecht berichtet von der Pressekonferenz in Berlin: Diese Lehren sollte Berlin aus dem Stromausfall ziehen
Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




