Brandkatastrophe in der Schweiz
Nachbarländer drücken Mitgefühl aus

Die Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht hat international Bestürzung ausgelöst. Weltweit gab es Beileidsbekundungen. Bundeskanzler Merz, Frankreichs Präsident Macron, Österreichs Kanzler Stocker und die italienische Ministerpräsidentin Meloni sprachen ihr Mitgefühl aus und versicherten dem Nachbarland Schweiz jeweils ihre Solidarität.

    Kerzen und Blumen stehen vor einem Zaun im Ort Crans-Montana. Zwei Sicherheitskräfte stehen hinter einem Absperrband.
    An vielen Stellen in Crans-Montana wurden Kerzen und Blumen für die Opfer niedergelegt. (picture alliance / Xinhua News Agency / Lian Yi)
    Der Schweizer Bundespräsident Parmelin sprach von einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte seines Landes. "Wir sind bestürzt." Er bedankte sich für das Engagement der Rettungskräfte und die Solidarität der Öffentlichkeit.
    Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die deutsche Botschaft stehe mit den Schweizer Behörden in engem Kontakt. Merz schrieb in einem Kondolenztelegramm an den Schweizer Bundespräsidenten, "ich möchte Ihnen, dem schweizerischen Volk und den betroffenen Familien mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die von dieser Tragödie betroffen sind."

    Identifizierung der Leichen dauert an

    In Crans-Montana laufen indes die Ermittlungen zur Identifizierung der Opfer. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, sind die Leichen so ⁠stark verbrannt, dass ‌es Tage dauern kann, bis die Namen aller Opfer festgestellt sind. Experten nutzten dafür auch Zahn- und DNA-Proben. Man müsse sich "100-prozentig sicher" sein, bevor man die Familien informiere, hieß es weiter.
    In den Flammen waren etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der Brand war aus noch ungeklärter Ursache während einer Silvesterfeier in einer Bar in den frühen Morgenstunden ausgebrochen. Berichten zufolge gibt es Hinweise, dass Lärmschutzmaterial durch brennende Wunderkerzen Feuer gefangen haben ⁠könnte.
    Crans-Montana ist einer der bekanntesten Touristenorte in den Schweizer Alpen und über Feiertage wie Weihnachten und Neujahr mit Tausenden Besuchern aus aller Welt meist ausgebucht.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm

    Schweiz: Viele Fragen offen nach Brandtragödie in Crans-Montana (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 02.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.