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StartseiteSternzeitMars, Superstar der ganzen Nacht12.10.2020

Nachbarplanet in OppositionMars, Superstar der ganzen Nacht

In diesen Wochen findet am Firmament das Mars-Festival statt. In der Nacht zu Mittwoch überholt die Erde unseren Nachbarplaneten auf der Innenbahn. Daher ist Mars derzeit der Erde besonders nah – und somit auch ungewöhnlich hell.

Von Dirk Lorenzen

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Auf der Erde sind schon fast 300 Meteoriten von unserem Nachbarplaneten Mars entdeckt worden (Hubble / NASA / ESA)
Mars, unser äußerer Nachbarplanet, ist jetzt die ganze Nacht über zu sehen (Hubble / NASA / ESA)

Gut 60 Millionen Kilometer liegen jetzt zwischen Erde und Mars. Das ist immer noch viel, aber gemessen am Maximalabstand von 400 Millionen Kilometern ist das sehr nah. Mars ist jetzt für einige Wochen sogar heller als der Riesenplanet Jupiter.

Der orange-rötliche Farbton gibt Mars seinen charakteristischen Glanz. Diese Farbe hat schon bei frühen Kulturen für Aufsehen gesorgt, die ihn oft mit ihrem Kriegsgott in Verbindung brachten.

Lugalbanda, Ares und Mars

Lugalbanda im vorbabylonischen Zweistromland, Ares im antiken Griechenland und eben Mars bei den alten Römern. Doch der Kriegsgott hat längst abgerüstet, denn die rötliche Farbe stammt nicht von Blut, sondern von eisenoxidhaltigem Staub – Mars ist "verrostet".

Auch jetzt in erdnaher Stellung hat er keinen Einfluss auf unser Leben, selbst wenn etliche Menschen noch immer an eine "Macht der Sterne" glauben.

Der Traum vom Leben im Kosmos

Die Gestirne sind einfach viel zu weit weg, um eine messbare Wirkung auf uns zu haben. Ist bei der Geburt eine 70 Kilogramm schwere Hebamme einen halben Meter vom Baby entfernt, so ist deren physikalische Anziehungskraft größer als die von Mars bei seinem geringsten Abstand.

Mars ist alle zwei Jahre eine Augenweide am Himmel, er lässt viele vom Leben im Kosmos träumen und von Reisen in die Tiefen des Alls. Das ist alles – mehr Macht hat er nicht.

           

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