
Auch private Anbieter werden verpflichtet, ein Standardprodukt im Portfolio zu haben. Die Kosten werden auf ein Prozent der durchschnittlichen jährlichen Rendite gedeckelt. Bei anderen Produkten soll es möglich sein, das Geld mit höherem Risiko und zugleich höheren Renditechancen anzulegen. Hier gilt der Ein-Prozent-Deckel für die Kosten nicht.
Staatliche Förderung ab dem ersten Euro
Die im bisherigen Riester-System übliche Garantie, dass mindestens die eingezahlten Beiträge am Ende auch ausgezahlt werden, fällt für die neuen Depotvarianten weg. So soll eine stärker renditeorientierte Geldanlage ermöglicht werden. Es gibt aber auch weiterhin ein Garantiedepot: Dabei können Kundinnen und Kunden wählen, ob sie eine besonders sichere Geldanlage wünschen und 100 Prozent des eingezahlten Kapitals für die Auszahlung garantiert haben wollen, oder ob sie etwas risiko- und chancenreicher anlegen mit einer Auszahlungsgarantie von 80 Prozent.
Für alle Varianten gilt: Für jeden eingezahlten Euro gibt der Staat künftig 50 Cent dazu bei einer Einzahlung bis 360 Euro im Jahr. Für jeden weiteren Euro sind es 25 Cent bis zur Grenze von 1.800 Euro Einzahlung. Hinzu kommen Zulagen für Familien mit Kindern. Anders als heute können auch Selbstständige von der staatlichen Förderung profitieren.
Diese Nachricht wurde am 08.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



