Waffenruhe im Libanon
Nahost-Experte Fuchs sieht Hisbollah gestärkt

Der Nahost-Experte Simon Wolfgang Fuchs sieht durch die Waffenruhe im Libanon die Hisbollah-Miliz gestärkt.

    Vertriebene, die nach einem Waffenstillstand zwischen der Hisbollah und Israel in ihre Dörfer zurückkehren, überqueren die zerstörte Qasmiyeh-Brücke in der Nähe der Stadt Tyros.
    Vertriebene, die nach einem Waffenstillstand zwischen der Hisbollah und Israel in ihre Dörfer zurückkehren, überqueren die zerstörte Qasmiyeh-Brücke in der Nähe der Stadt Tyros. (Mohammed Zaatari / AP / dpa / Mohammed Zaatari)
    Insgesamt sei die Feuerpause ein Gewinn für den libanesischen Präsidenten Aoun, aber auch für die Hisbollah, sagte Fuchs im Deutschlandfunk. Für die Hisbollah sei nun mit einem ähnlichen Szenario wie bei der Hamas im Gazastreifen zu rechnen. In Gaza sei die Hamas noch da, die Frage nach einer Entwaffnung sei in den Hintergrund getreten.
    Nach Einschätzung von Fuchs, der an der Hebräischen Universität in Jerusalem lehrt, hat US-Präsident Trump die Waffenruhe gegenüber dem israelischen Regierungschef Netanjahu durchgesetzt. Trump habe entschieden, dass aktuell der Konflikt mit dem Iran für ihn wichtiger sei. Deshalb habe Israel diese Kröte schlucken müssen. Trump strebe einen Deal mit dem Iran an und habe deshalb mit der Waffenruhe eines der wichtigsten Probleme abgeräumt.

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    Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.