
+++ Das Militär von Kuwait hat das erste Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet.
Der Soldat sei bei einem Einsatz getötet worden, teilte die Armee des Golfstaats mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Der Iran hat als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Angriffe auch Ziele in den Golfstaaten angegriffen.
+++ Die Nato plant nach Angaben von Generalsekretär Rutte keine Beteiligung an den militärischen Aktionen gegen den Iran.
Es gebe absolut keine Pläne, dass die Nato in die Sache hineingezogen oder Teil davon werde, sagte Rutte dem ARD-Studio Brüssel. Zugleich betonte der Niederländer, dass er die Angriffe auf den Iran uneingeschränkt gutheiße. Dadurch werde die Fähigkeit des Iran, sich nukleare Kapazitäten und ballistische Raketen zu beschaffen, eingeschränkt und geschwächt. Der Iran sei seit Jahren eine "echte Bedrohung" für Europa.
+++ Die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Düring, hat der Bundesregierung angesichts gestrandeter Reisender Versäumnisse vorgeworfen.
Die Regierung wirke vollkommen unvorbereitet, sagte sie dem Deutschlandfunk. Das sei unverständlich, da sich die Lage seit Wochen zugespitzt habe.
+++ Der türkische Präsident Erdogan hat die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als Verstoß gegen das Völkerrecht kritisiert.
Erdogan kündigte in Ankara an, sich auf allen diplomatischen Ebenen für einen Waffenstillstand einzusetzen. Die Fortsetzung des Konflikts bringe ernsthafte Risiken für die Region und die Welt mit sich, sagte der türkische Präsident. Irans Präsident Peseschkian warf Israel und den USA vor, auch Schulen und Krankenhäuser angegriffen zu haben. Dies verstoße gegen humanitäre Grundsätze, schrieb Peseschkian auf der Plattform X. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, das Vorgehen zu verurteilen.
+++ Katar hat nach eigenen Angaben zwei iranische Kampfflugzeuge abgeschossen.
Laut einer Mitteilung des Verteidigungsministeriums handelte es sich um zwei Maschinen vom Typ Suchoi Su-24 sowjetischer Bauart. Sie seien von der Luftwaffe abgeschossen worden. Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels und der USA auch Nachbarstaaten beschossen, die nicht direkt an dem Konflikt beteiligt sind. In Katar stellte der staatliche Energiekonzern QatarEnergy nach eigenen Angaben die Produktion von Flüssigerdgas wegen militärischer Angriffe auf Produktionsanlagen ein.
+++ US-Präsident Trump hat angekündigt, die Angriffe auf den Iran noch zu verstärken.
In einem Interview mit dem Sender CNN sagte er, die USA hätten noch nicht einmal angefangen, hart zuzuschlagen. Die große Welle komme bald. Er bekräftigte sein Ziel, den Krieg in etwa vier Wochen zu beenden. In einem Interview mit der "New York Post" schloss Trump die Entsendung von Bodentruppen nicht aus. Er habe keine Angst vor Bodentruppen, sagte er wörtlich. Er fügte jedoch hinzu, dass dies wahrscheinlich nicht nötig sein werde.
+++ Nach Angaben des US-Militärs wurden vor Beginn der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran wichtige Verteidigungssysteme der Islamischen Republik durch Cyberangriffe außer Gefecht gesetzt.
Mit den Attacken habe man die iranischen Streitkräfte "gestört, desorientiert und verwirrt", sagte US-Generalstabschef Caine. Die Führung in Teheran sei dadurch nicht mehr in der Lage gewesen, das Ausmaß der Angriffe in vollem Umfang einzuschätzen und eine Reaktion zu koordinieren.
+++ Der Tankstellen-Interessenverband rechnet in der Folge des Krieges mit steigenden Preisen.
Ein Sprecher der Vereinigung kritisierte dabei auch die Preispolitik der Großkonzerne. Diese würden zwei bis drei Prozent auf die Preise aufschlagen, die sie selbst wegen des Kriegs im Iran mehr zahlen müssten. Der Tankstellen-Interessenverband steht für rund 1000 Tankstellen-Pächter in Deutschland.
+++ Ein weiterer US-Soldat ist an seinen im Krieg mit dem Iran erlittenen Verletzungen gestorben.
Das amerikanische Zentralkommando teilte mit, der Soldat sei in der Frühphase der Operation „Epic Fury“ verwundet worden. So nennen die USA den seit Samstag laufenden Großangriff gegen den Iran, an dem auch Israel beteiligt ist. Die Gesamtzahl der seither getöteten Militärangehörigen aus den USA stieg damit den Angaben zufolge auf vier.
Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
