"Arctic Sentry"
NATO startet Mission für höhere militärische Präsenz in der Arktis - auch Deutschland beteiligt sich

Die NATO hat eine Mission für eine höhere Militärpräsenz in der Arktis gestartet. Das teilte der Oberbefehlshaber des Bündnisses in Europa, Grynkewich, mit. Auch Deutschland wird sich mit Soldaten beteiligen.

    Das dänische Marineschiff P572 Lauge Koch patrouilliert am 8. März 2025 vor der Hauptstadt Nuuk in Grönland.
    Die NATO erhöht ihre Militärpräsenz in der Arktis. (picture alliance / Westend61 / Ivana Kojic)
    Ziel der Mission mit dem Namen "Arctic Sentry" (deutsch etwa: "Wächter der Arktis") sei, die Präsenz der Bündnismitglieder in der Region zu koordinieren und gemeinsame Übungen durchzuführen, erklärte der US-General Grynkewich. Die Mission werde die Stärke der NATO nutzen, um das Territorium zu schützen und die Sicherheit in der Arktis zu erhalten. Verbessert werden soll demnach auch die Überwachung der Insel Grönland und die Abschreckung von Russland und China.
    Das Bundesverteidigungsministerium sicherte einen deutschen Beitrag zu. Minister Pistorius führte aus, dass in einem ersten Schritt vier Kampfjets entsendet würden. Auch der britische Verteidigungsminister Healey erklärte, die Streitkräfte seines Landes würden eine wichtige Rolle spielen.

    Mission vor dem Hintergrund der Trump-Drohungen

    US-Präsident Trump hatte im Streit um Grönland eine höhere Militärpräsenz in der Arktis verlangt und vor russischem und chinesischem Einfluss gewarnt. Angaben aus NATO-Kreisen zufolge sollen die USA ihre Militärpräsenz auf Grönland ausweiten dürfen und möglicherweise auch ein Mitentscheidungsrecht über bestimmte Investitionen auf der rohstoffreichen Arktisinsel bekommen.
    Die Regierung in Moskau drohte mit Gegenmaßnahmen, sollten westliche Staaten ihre Präsenz in der Region verstärken. Darauf würde man auch militärtechnisch reagieren, sagte der russische Außenminister Lawrow.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.