Ukraine-Krieg
NATO und EU verurteilen Drohnen-Einschlag in Rumänien

Der Einschlag einer mutmaßlich russischen Drohne in ein Wohngebäude in Rumänien hat in der EU sowie der NATO Sorge und Kritik ausgelöst. NATO-Generalsekretär Rutte schrieb auf der Plattform X, der Vorfall zeige erneut, dass die Auswirkungen des illegalen Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht an den Grenzen haltmachten. Er betonte, die NATO sei bereit, jeden Zentimeter ihres Territoriums zu verteidigen.

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte an einem Rednerpult
    NATO-Generalsekretär Mark Rutte (picture alliance/AP Photo/Virginia Mayo)
    EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen erklärte, Russland habe erneut eine Grenze überschritten. ⁠Man werde die Sicherheits- und Abschreckungsmaßnahmen insbesondere ⁠an der Ostgrenze weiter verstärken. Der ukrainische Außenminister Sybiha sprach von einer Bedrohung für ganz Europa. Der ukrainische Staatschef Selenskyj betonte, sein Land werde Rumänien auf jede mögliche Weise unterstützen.

    Merz: Deutschland steht an der Seite der NATO-Verbündeten

    Bundeskanzler Merz erklärte, der Vorfall zeige erneut Russlands Bereitschaft zur Eskalation. Deutschland stehe an der Seite seiner Verbündeten in der NATO. Außenminister Wadephul sprach von einem rücksichtslosen Verhalten Russlands. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Göring-Eckardt sagte im Deutschlandfunk, man müsse den Angriff als Provokation einordnen. Russlands Staatschef Putin schaffe es nicht, dass Verhandlungen zu seinen Bedingungen stattfinden könnten. Göring-Eckardt, die Mitglied im Europaausschuss ist, mahnte weiteren militärischen und wirtschaftlichen Druck auf Putin an.

    Rumänien bestellt Botschafter ein

    Rumänien bestellte den russischen Botschafter ein. Präsident Dan teilte mit, man werde nicht zulassen, dass der Ukraine-Krieg auf die Bürger seines Landes übergreife.
    Die Drohne war in der Nacht in ein Hochhaus im rumänischen Galati nahe der Grenze zur Ukraine eingeschlagen. Nach Angaben der Behörden wurden zwei Menschen verletzt. Zu dem ‌Vorfall sei es während eines russischen Angriffs auf zivile Ziele und Infrastruktur in der Ukraine gekommen.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.