Newsblog zum Krieg im Nahen und Mittleren Osten
Netanjahu begründet Angriff mit dem Bau neuer Bunker zum Schutz iranischer Atomprogramme

Dienstag, 3. März

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu spricht bei einer Pressekonferenz anlässlich des Besuchs seines indischen Amtskollegen Narendra Modi in Jerusalem - er gestikuliert dabei. Im Hintergrund sieht man die Landesfahne Israels und Indiens.
    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu (Archivbild, 26. Februar 2026) (AFP / GIL COHEN-MAGEN)

    +++ Die US-Botschaft in Riad ist nach Angaben des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums mit zwei Drohnen angegriffen worden.

    Die US-Botschaft bestätigte den Angriff und bat darum, die Botschaft bis auf Weiteres zu meiden. US-Bürger in Riad, Dschidda und Dharan wurden dazu aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu verbleiben. Die Einrichtung bleibe am Dienstag geschlossen. US-Präsident Trump kündigte an, die US-Armee werde "bald" Vergeltungsmaßnahmen wegen des Angriffs auf die US-Botschaft ergreifen.

    +++ Israels Regierungschef Netanjahu hat den Angriff auf den Iran mit dem Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme gerechtfertigt.

    "Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten", sei, dass der Iran mit dem Bau "neuer Anlagen, unterirdischer Bunker" begonnen habe, sagte Netanjahu. Das Raketen- und "Atombombenprogramm" wäre sonst "innerhalb von Monaten" unangreifbar gewesen, behauptete Netanjahu im Interview mit dem US-Sender Fox News.

    Montag, 3. März

    +++ Das israelische Militär hat mitgeteilt, dass eine neue Angriffswelle auf die iranische Hauptstadt Teheran begonnen hat.

    Zuvor hatte das Militär die Bewohner aufgerufen, insbesondere die Gegend um den Sitz des staatlichen Fernsehens zu verlassen. Iranische Medien berichten von mehreren Explosionen in Teheran.

    +++ Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran ist die Zahl getöteter US-Einsatzkräfte auf sechs gestiegen.

    Die Streitkräfte hätten die Überreste zwei vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen worden sei, teilte das für die Region zuständige US-Kommando mit.

    +++ Die USA sind nach Angaben von Außenminister Rubio derzeit nicht für einen Einsatz von Bodentruppen im Iran aufgestellt.

    Rubio sagte in Washington, die US-Regierung gehe davon aus, die gesetzten Ziele auch so zu erreichen. Präsident Trump verfüge aber über entsprechende Optionen. Zugleich erklärte Rubio, die US-Regierung werde morgen Maßnahmen zur Dämpfung der steigenden Energiepreise vorstellen.

    +++ Der Iran hat die wichtige Straße von Hormus für geschlossen erklärt.

    Der Kommandeur der Revolutionsgarden drohte damit, jedes Schiff, das versuche, die Meerenge zu passieren, unter Beschuss zu nehmen. Kurz zuvor hatten iranische Medien von einem brennenden Tanker berichtet. Der Schiffsverkehr in der für die Weltwirtschaft zentralen Region ist bereits weitgehend zum Erliegen gekommen.

    +++ Das Militär von Kuwait hat das erste Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet.

    Der Soldat sei bei einem Einsatz getötet worden, teilte die Armee des Golfstaats mit, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Der Iran hat als Reaktion auf die amerikanisch-israelischen Angriffe auch Ziele in den Golfstaaten angegriffen.

    +++ Die Nato plant nach Angaben von Generalsekretär Rutte keine Beteiligung an den militärischen Aktionen gegen den Iran.

    Es gebe absolut keine Pläne, ​dass die Nato in die Sache hineingezogen oder Teil davon werde, sagte Rutte dem ARD-Studio Brüssel. Zugleich betonte der Niederländer, dass er die Angriffe auf den Iran uneingeschränkt gutheiße. Dadurch werde die Fähigkeit des Iran, sich nukleare Kapazitäten und ballistische Raketen zu beschaffen, eingeschränkt und geschwächt. Der Iran sei seit Jahren eine "echte Bedrohung" für Europa.
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    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.