Mittwoch, 06. Juli 2022

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Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Vierhändige Geschichten

Er liebte das Klavierspiel - egal, ob zwei- oder vierhändig: Und selbstverständlich erstellte Johannes Brahms von seinen großen Orchesterwerken wie den Sinfonien oder auch dem "Deutschen Requiem" Klavierauszüge. Allerdings bearbeitete er auch Kammermusikwerke durchaus anspruchsvoll für sein Instrument.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke | 15.05.2017

Das Klavierduo Ines und Anna Walachowski (v.l.) spielt im Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Virtuos und tiefgründig: das Klavierduo Anna & Ines Walachowski (Deutschlandradio / Ellen Wilke)
So erstellte Brahms von seinem 1861 komponierten ersten Klavierquartett in g-Moll op.25, mit dem er sehr erfolgreich in Wien debütierte, eine Fassung für Klavier zu vier Händen. Zu den Klassikern dieser Literatur gehören Robert Schumanns "Bilder aus Osten"; sie reflektieren Erzählungen des persischen Dichters Hariri, die der Komponist 1848 in der Übersetzung von Friedrich Rückert gelesen hatte. Neben diesen beiden Werken hatten Anna und Ines Walachowski für die Produktion die einzige originale Komposition Clara Schumanns für Klavier vierhändig ausgewählt: einen kleinen Marsch für ein Goldhochzeitspaar.
Johannes Brahms
Klavierquartett Nr. 1, op. 25 in der Fassung für Klavier zu vier Händen
Clara Schumann
Marsch Es-Dur für Klavier zu vier Händen
Robert Schumann
"Bilder aus Osten", op. 66 für Klavier zu vier Händen
Anna & Ines Walachowski, Klavier