Sozialpolitik
Neuer Armutsbericht: Paritätischer Wohlfahrtsverband warnt vor Kürzungen im Sozialsystem

Angesichts neuer Zahlen zur Entwicklung der Armut in Deutschland hat der Paritätische Wohlfahrtsverband vor Kürzungen im Sozialsystem gewarnt.

    Ein Mann sitzt an einem Tisch und zählt Kleingeld.
    In Deutschland leben laut dem Paritätischen Gesamtverband so viele Menschen in Armut wie noch nie seit 2020. (Symbolbild) (picture alliance / photothek.de / Thomas Trutschel)
    Zusätzliche Einsparungen würden die Krise verschärfen, sagte Hauptgeschäftsführer Rock im Deutschlandfunk. Als Beispiele nannte er das Wohngeld und den Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende. Rock verwies darauf, dass die Armutsquote zuletzt zweimal in Folge gestiegen sei.
    Laut jüngsten Berechnungen des Gesamtverbandes lebten im vergangenen Jahr rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland in Armut. Das sind etwa 16 Prozent der Bevölkerung. Die höchste Armutsquote hat demnach Bremen, gefolgt von Sachsen-Anhalt. Am niedrigsten ist sie in Bayern und Baden-Württemberg.
    Als arm gelten laut EU-Definition Menschen, die in einem Haushalt leben, der weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens aller Haushalte in Deutschland zur Verfügung hat. Zum Einkommen zählen auch Wohn- und Kindergeld und andere Sozialleistungen.
    Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.