Parteitag
Neuer FDP-Chef Kubicki wirbt für konservativ-liberalen Kurs

Der neu gewählte Bundesvorsitzende der FDP, Kubicki, hat in seiner ersten Rede als Vorsitzender für einen konservativ-liberalen Kurs der Partei geworben. Er sagte auf dem Bundesparteitag in Berlin, Deutschland brauche eine funktionierende Marktwirtschaft und Wirtschaftswachstum. Kubicki war zuvor in einer Kampfabstimmung zum neuen Parteichef gewählt worden.

    Der neue FDP-Bundesvorsitzende Wolgang Kubicki steht an einem Rednerpult. Er hält sich mit den Händen an dem Pult fest. Darauf steht ein Banner mit der Aufschrift: "Wo Freiheit ist, ist alles möglich - FDP"
    Der neue FDP-Bundesvorsitzende Wolgang Kubicki (IMAGO / Bernd Elmenthaler )
    Der 74-Jährige erklärte, ohne Wachstum stelle sich die Frage nach dem Sozialen Ausgleich nicht mehr.
    Mit Blick auf die Landtagswahlen im September in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sagte Kubicki, die FDP werde kämpfen. In Sachsen-Anhalt habe man gute Chancen für den Wiedereinzug in den Landtag. Umfragen zufolge liegt die FDP in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern derzeit unter der Fünf-Prozent-Hürde.
    Kubicki galt eigentlich als einziger Kandidat, kurzfristig kandidierte aber auch die Europa- und Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann. So kam es doch noch zu einer Kampfabstimmung. Für Kubicki stimmten knapp 60 Prozent der Stimmen der Delegierten.
    Zu stellvertretenden Parteivorsitzenden wählten die Delegierten den nordrhein-westfälischen FDP-Chef Höne, die Europa-Abgeordnete Hahn und die frühere Generalsekretärin Teuteberg.
    Morgen wird der Bundesparteitag mit Debatten über das neue Programm fortgesetzt.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.