Montag, 14.06.2021
 
Seit 00:05 Uhr Fazit
StartseiteSport AktuellJapans Regierung um Zuversicht bemüht06.04.2021

Nordkorea sagt Olympia-Teinahme abJapans Regierung um Zuversicht bemüht

Nordkorea hat seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt. Ob aufgrund des Coronavirus oder aus Furcht vor dem Coronavirus ist unklar. Südkorea hofft auf eine Kehrtwende beim Nachbarn. Die japanische Regierung ist um Zuversicht bemüht.

Von Kathrin Erdmann

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Ein Man mit Gesichtsmaske geht an einem Logo für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 vorbei. (imago / ZUMA  Wire / Rodrigo Reyes Marin)
(imago / ZUMA Wire / Rodrigo Reyes Marin)
Mehr zum Thema

Der Sport auf der Suche nach dem "Wir" (4) Geflüchtet in den deutschen Spitzensport

Olympiasieger planen Corona-Testzentren "Ich wollte einfach mal nach Lösungsansätzen suchen"

Olympische Spiele in der Pandemie Athleten Deutschland schaltet "Tokio Helpline" frei

Der Sport auf der Suche nach dem "Wir" (2) Das alternative Olympia der Frauen

Paralympics 2020 "Wir sind Pandemie-Opfer"

Kaum ein Tag vergeht ohne neue schlechte Nachrichten rund um die Olympischen Spiele, die am 23. Juli in Tokio beginnen sollen. Auf den angekündigten Rückzug Nordkoreas von Olympia reagiert Japans Regierungssprecher Kato betont kühl. Man habe die Medienberichte über die Absage Nordkoreas an den Spielen zur Kenntnis genommen. Was die Teilnahme betrifft, so müsse dies mit dem Tokio-2020-Komitee koordiniert werden. Man werde dies weiter beobachten, sagt Kato. Das hört sich fast so an, als wolle man die Absage, die wirtschaftlich keinen großen Verlust für die Spiele bedeuten dürfte, noch nicht wahrhaben.

Südkorea hofft auf Kehrtwende

Das Nachbarland Südkorea reagierte auf jeden Fall enttäuscht und hofft noch auf eine Kehrtwende. Unklar ist bisher, ob Nordkorea aufgrund eigener Probleme mit dem Virus, das es offiziell der Nordkorea gar nicht gibt, abgesagt hat oder aus Furcht, ihre Sportlerinnen und Sportler könnten sich bei einem Besuch in Japan anstecken.

Ein Mann mit Maske läuft an einer Installation Olympischer Ringe vorbei, die in Tokio an die wegen Corona verschobene Sportveranstaltung erinnert.   (picture-alliance/Jiji Press/Mariko Ishizuka) (picture-alliance/Jiji Press/Mariko Ishizuka)Athleten Deutschland schaltet "Tokio Helpline" frei
Trotz Corona-Pandemie sollen im Sommer die Olympischen Spiele stattfinden. Viele Sportlerinnen und Sportler hatten sich zuletzt mit Fragen und Sorgen an den Verein Athleten Deutschland gewandt.

Das wäre dann eine Sorge, die auch andere Organisatoren teilen, wie der Weltschwimmverband, der am Wochenende den Weltcup in Tokio abgesagt hatte. Wegen der Pandemie wird jetzt auch der für das Wochenende geplante Testlauf im Wasserpolo gecancelt, berichten japanische Medien. Grund dafür sind die strikten Einreisebedingungen.

Japans Regierungssprecher Kato bemüht sich dennoch um Zuversicht: "Die Regierung wird sich weiter darum bemühen, die Bedingungen für die Spiele zu verbessern. Dazu gehören auch Infektionskontrollen, sodass so viele Länder wie möglich bei Olympia dabei sein können."

Japan will Spiele auf jeden Fall austragen

Japan steckt in einem Dilemma die Regierung will die Spiele um jeden Preis austragen. Die Bevölkerung ist dagegen oder wenn, dann am liebsten mit so wenigen Ausländern wie möglich. Hinzu kommen in einigen Regionen steigende Corona-Infektionen. Landesweit werden derzeit täglich rund zweieinhalbtausend Neuansteckungen gezählt. Das ist viel für japanische Verhältnisse.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk