
Weiterhin sei nur jeder fünfte Baum gesund, hieß es. Der Wald habe sich bis heute nicht von den Dürrejahren 2018 bis 2020 erholt. Bundeslandwirtschaftsminister Rainer hob jedoch hervor, dass sich der Waldzustand trotz ungünstiger Wetterbedingungen im vergangenen Jahr immerhin nicht verschlechtert habe - die Lage habe sich vielmehr insgesamt stabilisiert. Der CSU-Politiker hob hervor, dies sei auch Maßnahmen zu verdanken, bei denen sein Ministerium die Waldbesitzer unterstütze. Dabei gehe es um den Umbau hin zu produktiven und artenreichen Mischwäldern, die den Klimaveränderungen trotzten.
WWF: "Rainer betrachtet Wald als Holzacker"
Kritik an Rainer kam vom Umweltverband WWF. Dieser erklärte, wer den Wald vor allem als Holzacker betrachte, verkenne seine universelle Bedeutung. Gerade die Forstbewirtschaftung habe Wälder anfällig für die Klimakrise gemacht.
Der Verband der Waldeigentümer teilte mit, man reagiere mit einem konsequenten Waldumbau auf den Klimawandel. Dem stehe allerdings eine EU-Regelung im Wege, die sich an historischen Leitbildern und Lebensraumtypen orientiere. Wälder ließen sich aber nicht konservieren wie ein Freilichtmuseum.
Seit den 1980er-Jahren werden regelmäßig Daten über ein Netz von Stichproben erhoben und bundesweit ausgewertet. Dabei wird der Zustand der Baumkronen eingeschätzt. Fast ein Drittel der Fläche Deutschlands ist von Wald bedeckt.
Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



