Iran-Krieg
Ölpreis steigt deutlich über Marke von 100 US-Dollar - höchster Stand seit 2022

Der Ölpreis ist auf den höchsten Stand seit ‌Juli 2022 gestiegen. Die in Europa maßgebliche Nordseesorte Brent wurde zeitweise für fast 120 US-Dollar je Fass gehandelt – es umfasst 159 Liter. Am Freitag hatte der Ölpreis noch bei rund 90 Dollar gelegen. Damit beläuft sich der Anstieg seit Beginn des Iran-Kriegs vor gut einer Woche auf inzwischen rund 50 Prozent.

    Das Bild zeigt Ölfeld in der Wüste mit Fördertürmen und großen Rohrleitungen.
    Ein Ölfeld in der Wüste Saudi-Arabiens (Archivbild) (picture alliance / dpa / epa Ali Haider)
    erzeit passieren wegen des Iran-Kriegs kaum noch Schiffe die Straße von Hormus. Die Meerenge ist der zentrale Seeweg für Öl- und Gastransporte aus dem Nahen Osten. Rund 6 Prozent der deutschen Rohöl-Importe stammen laut Statistischem Bundesamt aus dem Nahen Osten, genauer aus dem Irak mit etwa 4 Prozent sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien mit jeweils circa einem Prozent. Die wichtigsten Rohöl-Lieferanten Deutschlands sind Norwegen und die USA mit jeweils rund 16-einhalb Prozent, gefolgt von Libyen mit fast 14 Prozent. Medienberichten zufolge erwägen die führenden westlichen Industriestaaten der G7 eine Freigabe von Erdöl-Notreserven.
    Wegen der Folgen des Iran-Kriegs ist auch der Dax auf den tiefsten Stand seit Monaten gefallen. Der deutsche Leitindex notierte unterhalb der Marke von 23.000 Punkten.
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    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.