Reaktion auf Beschuss durch Hisbollah
Offenbar mehr als 30 Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran hat sich auf den Libanon ausgeweitet. Die libanesische Hisbollah-Miliz schoss Raketen auf Israel, nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Chamenei. Israel reagierte mit Luftangriffen.

    Ein Mann untersucht die Autowracks und Häusertrümmer nach dem israelischen Angriff in Beirut.
    Trümmer eines getroffenen Hauses in Beirut (AFP / -)
    Nachrichtenagenturen berichten von Explosionen in den südlichen Vororten Beiruts, einer Hochburg der Hisbollah. Nach Angaben der libanesischen Regierung wurden mehr als 30 Menschen getötet und fast 150 verletzt. Inzwischen gab die Regierung in Jerusalem eine zweite Angriffswelle bekannt. Ziel seien ranghohe Mitglieder der Hisbollah, hieß es.
    Die Miliz wird vom Iran unterstützt. Sie hatte das erste Mal seit Beginn einer Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel im November 2024 Israel mit Raketen angegriffen.
    Israels Armee fing nach eigenen Angaben ein Geschoss ab, andere gingen in offenem Gelände nieder.

    Israel greift in der Nacht erneut Teheran an

    Israel setzte außerdem in der Nacht seine Angriffe auf den Iran fort. Nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna gab es mindestens drei Todesopfer. Der Iran nahm heute früh seinerseits wieder seine Luftangriffe auf Israel auf. Unter anderem in Tel Aviv gab es Raketenalarm.

    Trump: Krieg dauert vier mindestens Wochen

    In Washington teilte US-Präsident Trump mit, dass er von einer mindestens noch vier Wochen dauernden Militäraktion gegen den Iran ausgehe. Der Chef des iranischen Sicherheitsrats, Laridschani, wies Angaben Trumps zurück, wonach die neue Übergangsführung seines Landes Gespräche mit dem US-Präsidenten gewünscht habe. Man werde nicht mit den USA verhandeln, schrieb Laridschani auf X.
    Diese Nachricht wurde am 02.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.