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StartseiteKonzertdokument der WocheEine ungewöhnliche Kombination18.04.2021

"Open Up"-Konzert mit Florian NoackEine ungewöhnliche Kombination

Florian Noack blinzelt auch gerne über den Tellerrand hinaus: An den Einflüssen des Jazz ist er sehr interessiert, er transkribiert auch selber Werke für das Klavier. Und auch für Komponisten, dessen Werke selten gespielt werden, hat er einen Blick - etwa Anatoli Ljadow und Nikolai Medtner.

Am Mikrofon: Jonas Zerweck

Ein Mann sitzt auf dem obersten von drei übereinander gestapelten Stühlen und hält eine Teetasse vor sich. Man sieht ihn seitlich, der Hintergrund ist bläulich, er trägt einen hellen Anzug. (William Beaucardet)
Der Pianist Florian Noack hat sein Konzert nur für die Radiohörerinnen und -hörer gespielt. (William Beaucardet)
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Stilistisch trennt diese beiden Genre einiges. Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass zeitlich nur wenige Jahre zwischen ihnen liegen. Florian Noack stellte in seinem Konzert ohne Publikum romantisch bis spätromantische Werke von Brahms, Ljadow und Medtner in der ersten Konzerthälfte, Musik, die sich stilistisch rund um die jazzigen 20er-Jahren sortiert, in der zweiten gegenüber. Insgesamt spielte er ein Programm, in dem einige Unbekannte auf echte Klassiker trafen. In der ersten Hälfte etwa Brahms berühmte 6 Klavierstücke, aus denen vor allem das Intermezzo in A-Dur meist gespielt wird, und Ljadows "Variationen über ein polnisches Thema". Die zweite Hälfte lebt von ihrem Witz und Esprit: In "Isoldina" verarbeitet Clément Doucet Themen aus Wagners "Tristan und Isolde" und Florian Noack beweist sich als pfiffiger Arrangeur.

Anatoli Ljadow
Variationen über ein polnisches Thema, op. 51

Nikolai Medtner
aus "Vergessene Weisen", op. 40

Johannes Brahms
6 Klavierstücke, op. 118

Maurice Ravel
Sonatine

Francis Poulenc
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Clément Doucet
Isoldina

Ernst Fischer
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George Gershwin
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George Gershwin / Florian Noack
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Florian Noack, Klavier
Aufnahme vom 17.12.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

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