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StartseiteMusikjournalFür einen besseren Übergang von der Hochschule zum Ensemble17.12.2018

Opernstudio NRWFür einen besseren Übergang von der Hochschule zum Ensemble

Oft müssten neu angestellte junge Sänger direkt das große Repertoire singen, erklärte Heribert Germeshausen, Intendant des Dortmunder Opernhauses, im Dlf. Mit dem neuen Opernstudio NRW soll ein stimmschonender Übergang von der Hochschule zum Ensemble-Betrieb gewährleistet werden.

Heribert Germeshausen im Gespräch mit Susann El Kassar

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Heribert Germeshausen, der Opernintendant Dortmund  (picture alliance - Bernd Thissen/dpa)
Die Ensembles seien an allen Opern-Häusern geschrumpft, erklärt Germeshausen (picture alliance - Bernd Thissen/dpa)

Die Ensembles seien an allen Opern-Häusern geschrumpft, erklärt Germeshausen. Das würde dazu führen, dass neu eingestellte Sänger direkt das große Repertoire singen müssten. "Bei uns ist das so: Kleine Partien werden von Chorsolisten gesungen und die Solisten müssen gleich in großen Rollen performen. Das mag einer der Gründe seien, warum Sängerkarrieren auch kürzer geworden sind." Es gebe viel weniger Sänger, die bis zum Rentenalter durchsingen könnten. Mit dem Opernstudio NRW solle für Absolventen eine zweijährige Übergangssituation geschaffen werden, in der sie schon in einem Haus mitlaufen könnten. Aber sie würden auch noch Coaching und Meisterkurse erhalten.

"Wir waren überwältigt von der Nachfrage"

Das Opernstudio NRW hat die Plätze international ausgeschrieben. "Wir waren überwältigt von der Nachfrage. Wir haben 800 Bewerbungen bekommen, obwohl es das erste Mal ist, dass wir ausgeschrieben haben." Das zeige auch, wie groß der Bedarf an so einem Opernstudio sei, sagte Germeshausen.

Ab der Spielzeit 2019 werden das Aalto-Theater in Essen, das Opernhaus Dortmund, das Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen und die Oper in Wuppertal bis zu sieben junge Sängerinnen und Sänger und auch einen Korrepetitor oder eine Korrepetitorin in ihrem gemeinsamen Opernstudio NRW aufnehmen.

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