Sonntag, 04. Dezember 2022

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Opferschutz
Gewaltschutzambulanz in Berlin gestartet

Das Land Berlin hat eine zentrale Anlaufstelle für Gewaltopfer eingerichtet. Dort können erlittene Verletzungen rechtsmedizinisch dokumentiert werden. Aber auch anderweitig bekommen Betroffene in der Gewaltschutzambulanz fachkundige Unterstützung.

Von Dorothea Jung | 25.03.2014

    Ein Mann ballt seine Hand zur Faust, vor ihm eine Frau auf einem Sessel, die sich ängstlich die Hand vor ihr Gesicht hält.
    In der Berliner Gewaltschutzambulanz sollen Opfer unmittelbar nach der Tat einen Termin bekommen können. (dpa picture alliance / Inga Kjer)
    Die Gewaltschutzambulanz versteht sich als niedrigschwelliges Angebot und ist kostenlos.
    "Unser Projekt wendet sich auch an Opfer, die nicht die Polizei einschalten wollen", sagt Rechtsmediziner Michael Tsokos, ärztlicher Leiter der Einrichtung.
    Ein Ziel der Berliner Gewaltschutzambulanz ist es, auch stark traumatisierten Vergewaltigungsopfern unmittelbare Hilfe und Betreuung anzubieten. Vom Berliner Senat erhält das Projekt 150.000 Euro jährlich. Langfristig will die Charité das Angebot ausbauen, um rund um die Uhr für Gewaltopfer da sein zu können. Die Rechtsmediziner hoffen, dass sich irgendwann auch die Krankenkassen an der Finanzierung beteiligen.
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