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Gazastreifen
Palästinenser-Hilfswerk beklagt "absichtliche Behinderung"

Die humanitären Aktivitäten des UNO-Hilfswerks für Palästinenser im Gazastreifen werden nach Überzeugung seines Leiters absichtlich behindert.

    Der Chef des UNO-Hilfswerks für Palästinenser, Philippe Lazzarini
    Der Chef des UNO-Hilfswerks für Palästinenser, Philippe Lazzarini (AP Photo/John Minchillo)
    Anders sei es nicht zu erklären, dass Israel seit Wochen nicht auf die dringende Bitte nach Treibstofflieferungen eingehe, sagte UNRWA-Chef Lazzarini in Genf. Es sei empörend, dass Organisationen der Vereinten Nationen um Treibstoff betteln müssten. Lazzarini betonte, mit einem Ende der Treibstoffreste und einem Zusammenbruch der Kommunikation drohe der letzte Rest öffentliche Ordnung im Gazastreifen zusammenzubrechen.
    Gestern durfte erstmals seit Beginn des Kriegs am 7. Oktober ein Tankwagen in den abgeriegelten Gazastreifen fahren. Dieser hatte rund 23.000 Liter Treibstoff an Bord. Nach Angaben von UNO-Nothilfekoordinator Griffiths sind für eine minimale humanitäre Versorgung täglich rund 200.000 Liter nötig.

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    Diese Nachricht wurde am 17.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.