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PerugiaVerletzte bei schwerem Erdbeben in Mittelitalien

Trümmer einer eingestürzten Steinmauer nach dem Erdbeben in Norcia bei Perugia in Mittelitalien (picture alliance/ dpa)
Trümmer einer eingestürzten Steinmauer nach dem Erdbeben in Norcia bei Perugia in Mittelitalien am 30. Oktober 2016 (picture alliance/ dpa)

Nahe der Kleinstadt Norcia südöstlich von Perugia in Italien hat erneut die Erde gebebt. Die Stärke der Erdstöße wurde unterschiedlichen Quellen zufolge mit 6,5 bis 6,6 angegeben. Der italienische Zivilschutz berichtete, dass in vielen Ortschaften Gebäude eingestürzt seien.

Berichte über Tote gebe es nicht, sagte der Chef der Zivilschutzbehörde, Fabrizio Curcio. Es wurden aber rund 20 Menschen verletzt. Die meisten Einwohner hatten ihre Wohnungen bereits nach den vorausgegangenen Erdbeben verlassen. Sie übernachteten in ihren Autos oder an der Küste. Italiens Ministerpräsident Renzi sagte rasche Hilfe zu. Man werde zerstörte Häuser, Kirchen und Geschäfte wieder aufbauen, versprach Renzi in Rom.

In Norcia wurde die historische Basilika St. Benedikt schwer beschädigt. Teile des Ortes in der Region Umbrien waren nach den Erdstößen am vergangenen Mittwoch bereits abgeriegelt. Das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie und das Helmholtz-Zentrum in Potsdam gaben die Stärke am Sonntagmorgen mit 6,5 an. Das Seismologische Zentrum Europa-Mittelmeer sprach von einer Stärke von 6,6. Das Beben am Sonntagmorgen war damit wesentlich stärker als das am vergangenen Mittwoch.

Metro in Rom angehalten

Das italienische Fernsehen zeigt Bilder von eingestürzten Häusern und Kirchen auch in anderen Orten - und von verzweifelten Menschen, die sich ins Freie geflüchtet haben. Das Beben war auch in der Provinz Umbrien und in Rom zu spüren. In der Hauptstadt wurde die Metro daraufhin für eine technische Überprüfung vorübergehend angehalten.

Wegen des Erdbebens vom vergangenen Mittwoch sind noch Tausende Italiener obdachlos. Nach Einschätzung des ARD-Italien-Korrespondenten Nikolaus Nützel werden jetzt wahrscheinlich zahlreiche weitere Menschen dazu kommen, die ihr Zuhause verloren haben. Bereits bei dem verheerenden Erdbeben am 24. August bei Amatrice waren mehrere Ortschaften in derselben Region in Mittelitalien weitgehend zerstört worden. Damals starben 300 Menschen.

(tj/nin/kis)

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