Luftraumverletzung in Rumänien
Polenz: NATO muss Luftabwehr an der Ostflanke stärken

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, Polenz, hat nach dem Einschlag einer mutmaßlich russischen Rakete in Rumänien eine bessere Luftabwehr an der NATO-Ostflanke gefordert.

    Ruprecht Polenz mit Brille, dunklem Sakko und weißem Hend. Er steht vor einer weißen Wand und sagt etwas.
    Ruprecht Polenz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde. (IMAGO / Metodi Popow)
    An einer solchen Verstärkung könne sich auch Deutschland beteiligen, sagte Polenz im Deutschlandfunk. Derzeit gebe es gerade bei der Abwehr von Drohnen noch Schwächen. Der frühere CDU-Generalsekretär unterstrich, man sollte nicht darüber spekulieren, ob es ein beabsichtigter Angriff war. Vielmehr müsse die NATO Russland signalisieren, dass sie sich nicht provozieren und angreifen lasse. Wünschenswert sei darüber hinaus eine noch stärkere Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland, fügte Polenz hinzu. Ein Sieg der Ukraine würde auch Zwischenfälle mit russischen Raketen oder Drohnen im NATO-Raum beenden.
    In der Nacht auf Freitag hatte eine Drohne ein Hochhaus im rumänischen Galati nahe der ukrainischen Grenze getroffen. Die NATO machte Russland für den Einschlag verantwortlich. Der Vorfall löste in der EU und der NATO Sorge sowie heftige Kritik an Russland aus.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.