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StartseiteSternzeitReiche Mondgespinste15.07.2019

PR-Gag Blue MoonReiche Mondgespinste

Der Amazon-Gründer Jeff Bezos will zum Mond - zumindest sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin will mit dem Raumschiff "Blue Moon" irgendwann zum Mond reisen. Das Gefährt sorgte bereits für großes Aufsehen. Und Bezos lobte die Pläne von US-Präsident Donald Trump.

Von Dirk Lorenzen

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Das Raumschiff Blue Moon kurz vor Landung (Blue Origin)
Das Raumschiff Blue Moon kurz vor Landung (Blue Origin)

Kürzlich präsentierte Jeff Bezos, Chef des Raumfahrtunternehmens Blue Origin, sein Raumschiff "Blue Moon". Das Gefährt soll irgendwann zum Mond reisen. Der Auftritt in Washington sorgte für großes Aufsehen.

Allerdings war da wohl nur ein Modell des Raumschiffs zu sehen. Genauere Angaben zum Zeitplan der Mondflüge machte der Unternehmer nicht.

Zudem solle "Blue Moon" zunächst nur Material zum Mond transportieren – und vielleicht erst später einmal Menschen. Trotzdem lobte Jeff Bezos die Pläne von US-Präsident Donald Trump, bis 2024 wieder Astronauten zum Mond zu schicken – und bot seine Hilfe an.

Noch keinen Satelliten in die Umlaufbahn transportiert

Wie genau die aussehen soll, blieb allerdings offen. Denn bis heute hat Blue Origin noch nicht einmal einen Satelliten in die Erdumlaufbahn transportiert.

Der Mond mit voll beleuchteter Rückseite vor der Erde  (NASA)Auf der Erde träumen viele von Reisen zum Mond - doch dort hinzukommen, ist sehr schwierig (NASA)

Die dafür vorgesehene Rakete namens "New Glenn" dürfte frühestens in zwei Jahren einsatzbereit sein. Für einen Flug einer schweren Kapsel mit Menschen an Bord müsste diese Rakete noch über eine zusätzliche Stufe verfügen.

Mit Elon Musk zur ISS

Auch Elon Musk von SpaceX twittert gerne über Reisen zum Mond und die Besiedlung des Mars. Sein Unternehmen kämpft ebenfalls mit den Tücken der Raumfahrttechnik. Frühestens im kommenden Jahr dürfte seine Dragon-Kapsel endlich Menschen zur ISS bringen.

Jeff Bezos setzt auf Flüge zum Mond, weil es wichtig sei, zum Begleiter der Erde zurückzukehren – und zwar dieses Mal, um zu bleiben. Wenn die Astronauten tatsächlich mit seinem Blue Moon-Raumschiff fliegen sollen, wird die Rückkehr zum Mond noch viele Jahre auf sich warten lassen.

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