
Es gebe einen ganz klaren Regierungsauftrag für die AfD in Sachsen-Anhalt, sagte Weidel im ZDF. Die stärkste Partei habe immer den Auftrag, eine Regierung zu bilden. Dabei sei die AfD auch gesprächsbereit, was Partner angehe.
+++ Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wird die AfD der Prognose zufolge stärkste Kraft, während die CDU deutliche Verluste verbucht.
Die bislang oppositionelle Partei erreicht laut infratest-dimap 44,5 Prozent Prozent, nach 20,8 Prozent bei der Wahl 2021. Die CDU von Ministerpräsident Schulze verliert 18,6 Prozentpunkte und kommt auf 18,5 Prozent. Die Linke, die zuletzt elf Prozent erreichte, verzeichnet 9,5 Prozent. Die SPD kommt auf 8,0 Prozent nach bisher 8,4 Prozent. Die Grünen verbessern sich auf 9,0 Prozent nach 5,9 Prozent vor fünf Jahren. Für die FDP werden nur noch 2,0 Prozent vorhergesagt - nach einst 6,4 Prozent. Das BSW kommt auf 5,0 Prozent und muss um den Einzug in den Landtag bangen. Ob die AfD eine absolute Mehrheit im Landtag erreicht, ist offen. Ebenso unklar ist, ob der bisherige Regierungschef Schulze eine neue Koalition ohne Beteiligung der AfD bilden könnte.
+++ Die Wahlbeteiligung steigt auf ein Allzeithoch.
Sie liegt bei 80,0 Prozent, wie ZDF mitteilt. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren lag die Wahlbeteiligung bei 60,3 Prozent.
+++ Trotz mehrerer Demonstrationen spricht die Polizei von einer bislang ruhigen Lage in Sachsen-Anhalt.
Das meldet der MDR. Demnach gab es unangemeldete Protest-Versammlungen etwa in Magdeburg und Halle gegen die AfD. Um die Sicherheit bei der Landtagswahl zu gewährleisten, sind zahlreiche Polizisten im Einsatz. Hundertschaften aus Hamburg, Schleswig-Holstein, dem Saarland, Hessen, Bayern und Thüringen unterstützen ihre Kollegen in Sachsen-Anhalt.
+++ Der Ausgang der Wahl hat über das Bundesland hinaus politische Bedeutung und wird auch international verfolgt.
Offiziell sind nach Angaben des Landtags in Magdeburg rund 70 für ausländische Medien tätige Reporter angemeldet. Außer aus Europa kommen sie unter anderem aus den USA, Kanada, China und Taiwan. Insgesamt wurden vor dem Wochenende rund 800 Journalisten akkreditiert.
Diese Nachricht wurde am 06.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




